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Pappeln wölben Straßenbelag

Gefährliche Wegstrecke

Auf eine unebene Fahrbahn weist das Achtung-Schild (rechts) hin. Kurz dahinter bestimmt ein Verbotsschild, nicht schneller als Tempo 50 zu fahren – auf einer Länge von 1,5 Kilometer.

Sachsenhagen. Die Blätter der Bäume färben sich und die Pappeln entlang des Weideweges, der K 35 Richtung Niedernholz, bieten ein prächtiges Bild. Etliche der vor 50 Jahren zu beiden Seiten der Straße gepflanzten Bäume gefährden jedoch den Verkehr. Ihre Wurzeln drücken den Asphalt am Straßenrand hoch und produzieren eine gefährliche Huckelpiste. Abhilfe – von der Stadt seit Jahren beim Landkreis angemahnt – soll es nun geben.

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"Ich halte die Situation für sehr gefährlich"

Die Straße sei schmal, erklärte Stadtdirektor Frank Behrens. Und wer bei Gegenverkehr und hohem Tempo nahe an den Fahrbahnrand gerate, der könne sein Auto auf der hochgewellten Fahrbahndecke schnell verreißen. Behrens: „Ich halte die Situation für sehr gefährlich.“ Dieser Meinung sei auch die Polizei.

Geschwindkeit begrenzt

So hat der Landkreis im Frühjahr vergangenen Jahres ein Verkehrsschild an der Ortsausfahrt aufgestellt, das das Tempo auf 50 Kilometer pro Stunde begrenzt. Dies gilt laut einem Hinweis unter dem Schild auf einer Länge von 1,5 Kilometern, also etwa bis zur Gemarkungsgrenze Sachsenhagens.
Allerdings: Auf der Straße, die rechts und links keine Wohnbebauung aufweist, werde die Geschwindigkeitsbegrenzung oft nicht eingehalten, so Behrens.

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Gefahr durch herabfallende Äste

Eine hohe Unfallgefahr bestehe außerdem durch eventuell herabfallende Äste. Pappeln gehören zu den Weichhölzern, bei denen ein erhöhtes Risiko besteht, dass auch im gesunden Zustand Äste abbrechen können. Das Problem ist, dass die Bäume zu dicht an der Fahrbahn stehen. Nach neuen Richtlinien müsse bei einer Bepflanzung ein Abstand von etwa vier bis fünf Metern zur Fahrbahn eingehalten werden, so der Stadtdirektor.

Die Hälfte der Pappeln wird gefällt

An der K 35 sieht es aktuell anders aus. Um die Gefährdung des Verkehrs zu beenden, bleibt nur, alle oder einige Bäume zu entfernen. Ohne ein Nachpflanzkonzept sei dieses aber nicht möglich, weiß Behrens, der sich wünscht: "Es wäre schön, wenn der Landkreis etwas unternimmt, ehe was passiert."
Der Landkreis müsse tätig werden, bestätigte Sprecherin Anja Gewald auf Anfrage. Der wellige, schadhafte Straßenbelag müsse saniert, eine neue Decke erstellt werden. Dazu sei es notwendig, die Hälfte der Pappeln zu fällen und vor allem auch, die Baumstümpfe aus der Erde zu holen. Dies solle im kommenden Herbst oder Winter erfolgen. Für die zu fällenden Bäume seien Ersatzpflanzungen geplant. Hierfür müsse noch ein Konzept erarbeitet werden.

Von Vera Skamira

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