Pflanzbeet im Hopfengarten

Was hilft gegen Schachtelhalme?

Beet oder Pflaster? Noch ist keine Entscheidung darüber gefallen, wie der Schachtelhalm zwischen Zaun und Straße in Schach gehalten werden kann.

Beet oder Pflaster? Noch ist keine Entscheidung darüber gefallen, wie der Schachtelhalm zwischen Zaun und Straße in Schach gehalten werden kann.

Hagenburg. Die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses der Gemeinde Hagenburg haben die Entscheidung darüber vertagt, ob ein Pflanzbeet im Hopfengarten, in dem sich der Schachtelhalm ausgebreitet hat, zugepflastert und als Parkplatz genutzt werden soll. So hatte die Verwaltung den Vorschlag von Reumke für die Ausschussmitglieder aufbereitet.

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Mit dem „Befall durch Schachtelhalm“ hätten die Bewohner des angrenzenden Hauses zu kämpfen, heißt es in der Vorlage für den Ausschuss. Die Bewohner hätten vergeblich versucht, das Unkraut unter ihrer Hecke zu entfernen, da „eine Aussaat vom gemeindeeigenen Beet“ immer wieder erfolgt sei.

Flies hatte wenig Erfolg

In der Vergangenheit hatten die Bauhof-Mitarbeiter bereits einiges ausprobiert, um dem hartnäckigen Bewuchs an die Wurzel zu gehen. Vor zwei Jahren baggerten sie das befallene Beet auf einer Tiefe von etwa 80 Zentimetern komplett aus und legten in der Tiefe Flies aus, um das weitere Austreiben der metertiefen Wurzeln zu verhindern und die Pflanze zum Absterben zu bringen. Offenbar nur mit mäßigem Erfolg. An den Fließöffnungen und den Randbereichen zum Bordstein trieb der Schachtelhalm wieder aus.

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Bürgermeister Dieter Eidtmann, der Bauhofleiter und die Bewohner schlossen bei einem gemeinsamen Ortstermin das Bekämpfen mit Unkrautvernichtungsmitteln wegen der übrigen Bepflanzung aus. Auch ein erneutes Ausbaggern in entsprechender Tiefe ergebe aus Sicht der Beteiligten keinen Sinn, da Einsturzgefahr von Bordsteinen und Zaunanlagen bestehen würde.

1500 Euro Materialkosten

Die vorgeschlagene Pflasterung von rund 42 Quadratmetern Beet mit knapp zwei Metern Breite und 22 Meter Länge mit Verbundsteinen und das Setzen von Tiefborden soll rund 1500 Euro Materialkosten verursachen. Dazu kämen die Arbeitsstunden des Baubetriebshofes.

Dadurch sei „die Aussaat im öffentlichen Bereich ausgeschlossen“, heißt es in der Vorlage. Die Bewohner müssten nur noch den auf ihrem Grundstück befindlichen Schachtelhalm bekämpfen.

Dieses Lösung stieß fraktionsübergreifend nicht auf Zustimmung. Friedhelm Vogt (SPD) und Peter Rakelbusch (CDU) zeigten sich einig darüber, dass keinesfalls statt des Beetes Parkplätze entstehen dürften. Sie befürchteten mit Blick auf weitere Beete und Bäume im Neubaugebiet, die aus der Sicht einiger Anlieger lieber Parkplätzen weichen sollen, einen Nachahmungseffekt: „Dann wird der Schachtelhalm zur beliebtesten Pflanze“, meinte Rakelbusch, „und im Blumentopf weitergereicht.“ Wenn schon das Beet weichen müsse, solle die Fläche lieber abgeschottert werden, meinte Rakelbusch

Von Jan Peter Wiborg

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