Landkreis / Landrat

Schöttelndreier wird verabschiedet

Andreas Gehrke gratuliert HG Schottelndreier zum Geburtstag

Andreas Gehrke gratuliert HG Schottelndreier zum Geburtstag

Landkreis (ssr). Die Abschiedsfeier soll ab 16 Uhr im Zuge einer "Schaumburger Begegnung" mit 430 geladenen Gästen in der Wandelhalle des Staatsbades Bad Nenndorf gestaltet werden. Dazu erwartet werden auch Vertreter des Landes Niedersachsen.

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Der am 8. Februar 1943 in Schierneichen (Gemeinde Seggebruch) geborene Schöttelndreier hat seine Laufbahn in der Kreisverwaltung im Frühjahr 1966 begonnen. Zunächst Inspektoren-Anwärter beim damaligen Landkreis Schaumburg-Lippe, stieg er schnell bis zum Kreisamtsrat auf. Mit Gründung des Landkreises Schaumburg (1977) wurde Schöttelndreier Hauptamtsleiter. In den neunziger Jahren war er Vertreter des damaligen Oberkreisdirektors Klaus-Henning Lemme und galt als dessen „rechte Hand“.

Als Lemme 1998 als Staatssekretär ins niedersächsische Kultusministerium wechselte, nominierte die SPD rasch Schöttelndreier als Kandidaten für die erste Direktwahl zum Landrat. Das stieß damals teils auch auf Überraschung, weil Schöttelndreier als erfahrener, exzellenter Verwaltungsmann in zentraler Funktion im Kreishaus galt, jedoch auf öffentlicher Bühne bis dato weniger agiert hatte.

Mit 64, 34 Prozent der Stimmen deklassierte er schließlich seinen externen CDU-Mitbewerber Burkhard Berndt genauso klar wie 2006 bei seiner Wiederwahl (65, 51Prozent) den Schaumburger Unionschef Klaus-Dieter Drewes. Am 1. Oktober 1998 trat er als erster hauptamtlicher Landrat Niedersachsens sein Amt an.

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Vor allem Wirtschaftsförderung, Arbeit statt Sozialhilfe, Geld für Bildung, B 65-Ausbau, Klinikum-Reform, neue IGS, Weserbergland-Kooperation, moderater Sparkurs – diese Stichworte nennen die Schwerpunkte der zwölfjährigen Amtszeit.

Anders als anfangs von manchen erwartet, fand Schöttelndreier schnell auch in die repräsentative Rolle des Amtes. Er war kreisweit bei zahlreichen Veranstaltungen präsent, suchte die Nähe zu Bürgern und Einrichtungen aller Art. Nachhaltig vertrat er die Eigenständigkeit des Landkreises, beschwor die „Schaumburger Identität“. Seine Verwaltungspolitik war nach verbreitetem Urteil von frühzeitigem Einbinden der Kreistagsfraktionen und von Beteiligten gekennzeichnet, was oft in einstimmige Beschlüsse mündete. Diesem Stil haftete der Begriff der „Konsenspolitik“ an.

Über die heutige Abschiedsfeier hinaus bleibt Schöttelndreier aus beamtenrechtlichen Gründen formell noch bis zum 28. Februar im Amt. Der designierte Landrat Jörg Farr (parteilos) soll die Nachfolge am 1. März in einer Sitzung des Kreistages antreten.

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