Stadthagen / Schulprojekt

120 Schüler im „Sprachendorf“

Pablo Láceres (17) nimmt im Spanischen Restaurant die Bestellung von Laura Gehrmann (15) entgegen. 

Pablo Láceres (17) nimmt im Spanischen Restaurant die Bestellung von Laura Gehrmann (15) entgegen. 

Stadthagen (tbh). Dabei handelte es sich um ein Stationen-Projekt, bei dem etwa 120 Schüler die Gelegenheit hatten, ihre Klassenräume gegen einen Besuch im "Polizeipräsidium", "Restaurant" oder "Supermarkt" einzutauschen. Der Haken daran war allerdings, dass die Gesprächspartner nur Englisch, Spanisch oder Französisch sprachen.

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Schüler aus dem elften Jahrgang spielten die Dialogpartner. Carla Fernandez (17) ist bilingual aufgewachsen, zusammen mit Svenja Schönk (16) führte sie Verkaufsgespräche mit den Achtklässlern. Außerdem wurden die Schüler an jeder Station von einem Lehrer hinsichtlich ihrer Sprachkompetenzen, Rollenverhaltens und der Aussprache bewertet. Bevor sich die Schüler ins Getümmel stürzten, hatten sie die Möglichkeit in Zweiergruppen die Gespräche vorzubereiten.

„Ich habe schon versucht mich gut vorzubereiten, schließlich gehen die Bewertungen in unsere mündlichen Noten ein“, erklärte Laura Gehrmann (15). Sie bestellte bei Austauschschüler Pablo Láceres (17) aus Chile, im spanischen Restaurant Gazpacho und Paella. „At the Flea Market“ (auf dem Flohmarkt) stöberte Fabian-Maurice Witte (14) nach einem „Urlaubsmitbringsel“. „Ich habe mir ein paar Sätze zurechtgelegt, der Rest muss dann auf gut Glück klappen“, verriet der Vierzehnjährige. Seine Gesprächspartnerin Rebecca Aumann (17) war kürzlich zehn Monate in den USA, daher konnte sie die Aufregung und Hemmungen der Schüler gut nachvollziehen. „Fremde Menschen in einer anderen Sprache anzusprechen ist im ersten Moment schon ziemlich schwierig“, wusste sie aus eigener Erfahrung. Auf der Polizeistation tummelten sich diejenigen, die auf Englisch einen Diebstahl melden wollten. Englischlehrerin Gunda Meyer De Rojas nahm die „Anzeigen“ auf. Kilian Meier (14) und Julia-Marie Busche (13) konnten sich trotz Schüchternheit und Befürchtungen die Fragen der Lehrerin nicht zu verstehen gut ausdrücken. „Ich mache mir keine Sorgen, in England würde Kilian nicht verloren gehen“, lobte Meyer De Rojas.

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Zum einen sollte das Projekt den Schülern die Möglichkeit bieten Fremdsprachen in Alltagssituationen auszuprobieren, zum anderen solle das „Sprachendorf“ zukünftig aber auch als Vorübung auf die ab nächstem Jahr für den zehnten Jahrgang verpflichtende mündliche Sprachprüfung dienen, erklärte Projektleiterin Gerlinde Brinkmann.

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