Respektlosigkeiten gegen Polizei

Abifeten in der Festhalle eskalieren

Als Hauptursache für eskalierende Abifeten sieht die Polizei den Alkoholkonsum der Feiernden.

Als Hauptursache für eskalierende Abifeten sieht die Polizei den Alkoholkonsum der Feiernden.

Stadthagen. Ein 22-Jähriger zieht nach der Abifete randalierend durch die Stadt – mit 2,5 Promille. Er verbringt die Nacht in der Gewahrsamszelle der Polizei. Offenbar keine Seltenheit.

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Die Beamten registrieren seit Monaten wieder vermehrt aggressives Auftreten bei Feiern wie diese in der Festhalle. Die Stimmung kippt dann nicht nur unter den jungen Partygästen, was häufig in Schlägereien endet. „Das merken wir auch im Verhalten uns gegenüber“, sagt Polizeisprecher Axel Bergmann. „Der ausgestreckte Mittelfinger ist da noch das Geringste.“

Alkohol soll nicht mehr an Betrunkene ausgeschenkt werden

Hauptursache aus Sicht des Behördensprechers ist exzessiver Alkoholkonsum. Aus diesem Grund zieht die Polizei in Erwägung, in Zusammenarbeit mit der Stadt die Auflagen der Abifeten zu verschärfen. Denkbar sei die Maßgabe, dass Alkohol nicht mehr an erkennbar Betrunkene ausgeschenkt werden darf. Da müssten dann auch die Veranstalter mehr in die Verantwortung gezogen werden.

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Verschärfte Auflagen haben schon einmal zum Erfolg geführt in Zusammenhang mit ausartenden Abifeiern in der Festhalle. Anfang der 2000er, so erinnert sich Bergmann, war die Lage bei den Veranstaltungen teilweise völlig außer Kontrolle. „Wir waren sogar mit Einsatzhundertschaften, Polizeihunden und Pferden vor Ort.“ Es folgten Gespräche mit der Stadt. Gemeinsam wurde ein Auflagenkatalog erstellt, unter anderem wurde die Happy Hour von 2 bis 3 Uhr abgeschafft.

Einschreiten von Polizei und Verwaltung zeigte Wirkung

„Da haben sich einige es noch mal richtig besorgt“, sagt der Sprecher. Drogen seien damals auch ein großes Problem gewesen. Nach dem Einschreiten von Verwaltung und Polizei habe sich die Lage seitdem wieder deutlich beruhigt. Bis sie sich in der heutigen Zeit offenbar wieder zuspitzt.

Die Polizei will die nächsten Feiern noch beobachten. Aber: „Sollte die Aggression und Respektlosigkeit den Beamten gegenüber anhalten oder sich sogar zuspitzen, werden wir handeln.“

Von Verena Gehring

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