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Stadthagen

Bronze-Statue seit zwölf Jahren mit nur einem Flügel

Die Skulptur „Durchbruch der Gene“ hat der Bildhauer Wolf E. Schultz 1991 beim Internationalen Bildhauersymposium in Obernkirchen geschaffen – aus einer Empörung heraus. Der bildende Künstler, geboren 1940 in Swindemünde, ärgerte es, dass die Menschen über Genmanipulation in die Natur eingreifen.

Stadthagen. Beim Joggen am Westwall komme der Enzer immer an der Skulptur vorbei „und der Anblick ärgert mich schon seit Jahren“. Nach Auskunft der Verwaltung veranschlage der Bildhauer Wolf E. Schultz 4500 bis 5000 Euro für die Reparatur. Da er als Bürgervertreter im städtischen Finanzausschuss über die desolate Haushaltssituation gut informiert sei, habe er selbst die Initiative ergriffen, erklärt David.

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So habe er sich erst erkundigt, ob es eine preisgünstigere Alternative für die Reparatur gebe – zumal er da noch gedacht habe, der Flügel sei noch vorhanden und müsste nur angeschweißt oder angelötet werden. Deswegen habe er sich an das Institut für Schweißtechnik der Universität Hannover gewendet.

Der Bildhauer Wolf E. Schultz hat die Skulptur 1991 beim Internationalen Bildhauersymposium in Obernkirchen geschaffen. Archiv

Der Bildhauer Wolf E. Schultz hat die Skulptur 1991 beim Internationalen Bildhauersymposium in Obernkirchen geschaffen. Archiv

Doch wie er jetzt weiß, ist dies keine Option. Denn die Stadt befindet sich gar nicht im Besitz des Flügels. Wie Stadtsprecherin Bettina Burger auf Anfrage erklärt, hätten die Täter den Flügel damals wohl mitgenommen. Zumindest sei eine Suche im Nahbereich –sogar im Bach – ergebnislos verlaufen.

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Doch David will nicht aufgeben. „Deswegen habe ich die Gäste meiner letzten Gartenfete im Sommer gebeten, auf Mitbringsel zu verzichten, und stattdessen für die Reparatur zu spenden.“ 800 Euro seien so zusammengekommen. Diese Summe habe er als zweckgebundene Spende an den Verkehrsverein weitergeleitet.

Derweil sei sein Engagement bei der Stadt nicht so positiv aufgenommen worden, wie er erwartet habe. Aus dem Bauamt habe es geheißen, man wolle erst einen vandalismusfreien Standort finden, bevor an eine Reparatur gedacht werde. Dies falle dann mit der Neugestaltung der Wallanlage und der Innenstadt zusammen. Wo solch ein Standort sein soll, ist David hingegen schleierhaft. Und bis zur „never ending story“, der Sanierung des Walls, wolle er auch nicht warten.

Er wolle weiter versuchen, einen Großteil der erforderlichen Summe "Schritt für Schritt" zusammenzubringen. Seine nächste Gartenparty wolle er auf jeden Fall wieder unter dieses Motto stellen. "Und wenn der Verkehrsverein ein Viertel der Summe trägt und die Stadt als Eigentümerin ebenfalls ein Viertel, sollte das doch möglich sein." col

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