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Erweiterung der Firma Ahrens

Bürgerinitiative äußert Kritik an Gutachten

Die Bürgerinitiative befürchtet die Zunahme an Lastwagen.

Stadthagen. Wie berichtet, will das Unternehmen ihre Asphaltproduktion am Georgschacht um 60 Prozent auf jährlich 190.000 Tonnen ausbauen und gleichzeitig auch die Betriebszeiten verlängern.

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Künftig soll das Asphaltmischwerk von 4 Uhr morgens bis nachts um 22 Uhr sowohl werktags als auch – wenn es im öffentlichen Interesse notwendig ist – an Sonn- und Feiertagen in Betrieb sein dürfen. Die dazu erforderlichen Genehmigungen hat Ahrens beim Gewerbeaufsichtsamt in Hildesheim beantragt.

Notwendige Begutachtungen fehlen

"Wir haben die Antragsunterlagen und Gutachten beim Gewerbeaufsichtsamt eingesehen und dazu zwei umfangreiche Stellungnahmen abgegeben", sagt BI-Vorsitzender Jürgen Burdorf. "Wir halten das Vorhaben für nicht genehmigungsfähig, da die vom Unternehmen vorgelegten Gutachten unseres Erachtens in vielen Punkten von falschen Annahmen ausgehen oder notwendige Begutachtungen fehlen."

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Die Mitglieder störe dabei besonders das Thema Feinstaub: „Das hierzu erstellte Gutachten geht nicht von den Vorbelastungen am Standort Stadthagen aus, sondern stützt sich auf Werte einer 65 Kilometer entfernten Messstation in Allertal.“

Feinstaub: 210.000 Messwerte pro Jahr

BI-Vize Werner Schoch: „Wir messen seit über einem Jahr in etwa 800 Meter Entfernung vom Asphaltmischwerk kontinuierlich die Feinstaubkonzentration.“ Dabei erfolge etwa alle 150 Sekunden eine Messung, sodass im Jahr etwa 210.000 Messwerte vorliegen. „Unsere Messungen zeigen, dass die Vorbelastungen in Stadthagen um rund 45 Prozent höher sind als in Allertal.“

Die BI geht davon aus, dass die Produktionserweiterung im Nahbereich zu zusätzlichen Feinstaub- und Staubniederschlagsbelastungen führe, die die zulässigen Grenzwerte übersteigen dürften. „Damit wäre der Antrag so nicht genehmigungsfähig“, so Günter Hasemann.

Bis zu 710 Fahrten am Tag

Außerdem würde eine Erweiterung auch zu mehr Lastwagenverkehr in Stadthagen führen, da im Antrag nach Angaben der BI von bis zu 710 Fahrten am Tag ausgegangen wird. "Das dürfte auch Nienstädt deutlich mehr belasten. Wir halten diese zusätzlichen Belastungen für die Bevölkerung von Stadthagen und Umgebung für nicht hinnehmbar und werden alles versuchen, um die Erweiterung zu verhindern", so Werner Schoch abschließend. r

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