Wendthagen / Integration

„Da ist der Wunsch die Mutter des Gedankens“

In der früheren Grundschule in Wendthagen läuft ein heilpädadgischer Kindergarten, dabei soll es auch bleiben.

In der früheren Grundschule in Wendthagen läuft ein heilpädadgischer Kindergarten, dabei soll es auch bleiben.

Wendthagen (ssr). Koller hatte während der jüngsten Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Bergkette öffentlich berichtet, die PLSW spiele auf Anregung einer örtlichen Initiative mit dem Gedanken, in der ehemaligen Grundschule eine "inklusive Schule" einzurichten. Das ist eine Bildungsstätte, in der nicht-behinderte zusammen mit behinderten Kindern, einschließlich geistig Behinderten, unterrichtet werden.

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Seit September betreibt die PSLW in dem Gebäude einen heilpädagogischen Kindergarten. Dieser Standort bewähre sich dafür sehr gut, sagte Seller gestern auf Anfrage. „Das Gebäude haben wir in ausgezeichnet behindertengerechtem Zustand vorgefunden, wir möchten den Standort Wendthagen nicht missen.“ Das gelte, obwohl vom Einzugsgebiet her „Lindhorst als Standort eigentlich besser gewesen wäre“, setzte Seller hinzu.

Die örtlichen Wendthäger Initiatoren einschließlich der Ortsbürgermeisterin hätten vor einigen Wochen den Leiter der inklusiv arbeitenden Berliner „Waldhof-Schule“ eingeladen gehabt, so Seller: „Was dieser Pädagoge berichtet hat, war schon sehr beeindruckend“. Es habe ihn fasziniert zu hören, erzählte der PLSW-Funktionär weiter, „wie gut geistig behinderte und nicht-behinderte Menschen gemeinsam unterrichtet werden können“.

Freilich müssten dafür „die Rahmenbedingungen, etwa die Personalausstattung, ausreichend stimmen.“ Das sei offenbar in Berlin der Fall. „In Niedersachsen finden wir derartige Bedingungen aber momentan nicht vor“. Daher komme ein solches Projekt derzeit nicht in Frage.

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Gleichwohl finde er das Konzept der inklusiven Schule vom Grundsatz her „sehr faszinierend“, bekräftigte der PSLW-Experte. Er werde sich bemühen, in den kommenden Jahren in Schaumburg zumindest Impulse in dieser Richtung zu setzen. Doch selbst wenn hier irgendwann einmal eine solche Bildungsstätte eingerichtet würde, „was absolute Zukunftsmusik ist“, dann nach Einschätzung von Seller mutmaßlich nicht in Wendthagen.

Das dortige frühere Grundschul-Gebäude sei „für eine solche Einrichtung denn doch zu klein, dieser Standort im Landkreis von seiner Lage her zudem nicht ideal“.

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