Tapetenwechsel

Der Stadthäger Bahnhof soll schöner werden

Die neuen Bilder im Bahnhofstunnel zeigen verschiedene Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Die neuen Bilder im Bahnhofstunnel zeigen verschiedene Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Stadthagen. Den ersten Eindruck, den Bahnreisende von der Kreisstadt bekommen, verbessern: Das war bereits vor einigen Jahren die Intention von Schülern der Oberschule am Schlosspark, als sie die Gleisunterführung am Stadthäger Bahnhof mit ihren Kunstwerken schmückten. Jetzt ist ein Großteil dieser Bilder verschwunden, doch kahl geblieben sind die Kacheln der Tunnelwand keineswegs. Stattdessen wurden die Malereien gegen Fotos von Stadthäger Sehenswürdigkeiten ausgetauscht.

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Bahnhofstunnel taugt nicht als Visitenkarte

Der Tapetenwechsel in der Gleisunterführung geht zurück auf einen Vorstoß des Stadthäger Verkehrsvereins. Bereits vor einigen Monaten hatte sich die Gruppe bei der Stadt über den Zustand des unansehnlichen Bahnhofstunnels beschwert, der so gar nicht als Visitenkarte für Stadthagen tauge. Mehrere lokale Unternehmen signalisierten daraufhin ihre Unterstützung. Jetzt wurde gehandelt. „Der Bahnhofstunnel soll verschönert werden. Der Austausch der Bilder ist der erste Schritt“, erklärt Bürgermeister Oliver Theiß auf Anfrage dieser Zeitung.

Alten Werke aufarbeiten

Die Werke der Schüler würden dafür nicht weggeschmissen, sondern gehen zurück an die Oberschule, wo sie aufgearbeitet werden sollen. Viele der Bilder waren über die Jahre im Bahnhof in Mitleidenschaft gezogen worden – von kindlichen Schmierereien bis hin zu Hakenkreuz-Symbolen, die Unbekannte darauf hinterlassen hatten.
Mit etwas zeitlichem Abstand ist es nach Angaben von Theiß durchaus denkbar, dass auch die Bilder der Schüler wieder ihren Platz im Bahnhof finden. Aktuell hängen im hinteren Bereich des Tunnels noch zwei dieser Kunstwerke. Die übrigen acht wurden bereits durch Bilder des Fotografen Roger Grabowski ersetzt, die dieser kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Darunter Aufnahmen aus dem Mausoleum der St.-Martini-Kirche, Fotos vom Stadthäger Schloss sowie vom Marktplatz.

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Im Frühjahr sollen nach Angaben von Theiß auch die letzten beiden Bilder ausgetauscht werden. Auch eine Aufnahme vom Lusthaus, das zu diesem Zeitpunkt mitsamt der Vorbauten fertiggestellt sein soll, werde dann in der Unterführung präsentiert.

Dreistellige Summe ausgegeben

Der Druck der Bilder hat nach Angaben von Theiß einen dreistelligen Betrag gekostet. Dabei hätte die Stadt auf ein Budget in Höhe von 1000 Euro zurückgegriffen, das jährlich für die Bahnhofsverschönerung zur Verfügung steht. Im Laufe des Jahres sollen noch weitere Aufwertungsmaßnahmen für den Tunnel folgen. Dafür gebe es „klare Vorstellungen“, berichtet Theiß. Spruchreif seien die Pläne gegenwärtig allerdings noch nicht.

Neben den Obo-Werken haben sich nach Angaben des Stadthäger Bürgermeisters auch das Farbencenter und Vieth Kopie-Service am ersten Schritt der Bahnhofsaufwertung beteiligt. Letzteres Unternehmen hätte die Wandbilder zu einem Sonderpreis gedruckt.

von Lennart Hecht

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