Masurek verteidigt sich

Hilferuf von Wirtschaftsförderer und SMS

Stadthagen. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Stadtmarketing sprach er von einer „kritischen Größe“ seiner derzeitigen Tätigkeit. Als Beispiele nannte er Termine wie das Aufstellen von Blumenkübeln. Dies gehöre aber ebenso wenig zu den originären Aufgaben eines Wirtschaftsförderers wie die Abrechnung des „Schaumburg Fünfers“.

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Zeit sei oft zu knappp

Schließlich werde von ihm erwartet, dass er Firmen dafür begeistert, sich in der Kreisstadt niederzulassen. Dafür sei die Zeit oft zu knapp. Auch werde von Politik und Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, dass solche Kontakte zunächst nur zwischen den unmittelbar Beteiligten stattfänden. Masurek verwies auf ein Gespräch, das bereits im Vorfeld 75 E-Mails notwendig gemacht hätte – um dann doch ohne Ergebnis zu bleiben.

Die anwesenden Politiker zeigten grundsätzlich Verständnis für Masureks Anliegen. Allerdings schränkte SPD-Fraktionschef Jan-Philipp Beck ein, man müsse „trotzdem zur Kenntnis nehmen, dass andere Kommunen sich dynamischer entwickelt haben“. Hoffnung setzt Beck nach eigenen Worten in die sogenannte Gesamtstrategie, die unter Bürgerbeteiligung bis Ende des Jahres entstehen soll.

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Tatsächlich deutete Bürgermeister Oliver Theiß an, die Kompetenzen und Pflichten des Wirtschaftsförderers könnten im Zuge dieses Konzepts neu definiert werden. Der derzeitige Aufgabenbereich sei „so gewachsen“.

Fehlendes Know-How im Bereich Online-Handel

Auch beim Stadtmarketing könnte sich mit der Gesamtstrategie einiges ändern. In seinem Jahresbericht 2016 vor den Ausschussmitgliedern schlug der Vorsitzende der Vereins Stadtmarketing Stadthagen (SMS), Günter Rabe, Alarm: „Die Anforderungen sind inzwischen so hoch, dass ich mich frage, ob Ehrenamtliche das noch leisten können.“ Für Herausforderungen wie der zunehmenden Konkurrenz durch den Online-Handel fehle ihm schlicht das Know-how. „Das gebe ich ganz ehrlich zu.“

Rabe gab zu bedenken, dass für das Stadtmarketing möglicherweise eine neue, professionalisierte Organisationsform gefunden werden müsse. "Vielleicht müssen wir auch einfach in größeren Dimensionen denken." Vieles könne "Stadthagen nicht alleine machen", glaubt Rabe. Der Internet-Konkurrenz sollten sich die Schaumburger Kommunen gemeinsam stellen. jcp

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