Autor Henning Bothe erzählt die Geschichte eines Eigenbrödlers der ungewollt in Schwierigkeiten gerät

Keine Ruhe in der Einsamkeit

Mit Professor Annenberg hat Henning Bothes in seinem ersten Roman einen ziemlich eigenwilligen Charakter erschaffen.

Mit Professor Annenberg hat Henning Bothes in seinem ersten Roman einen ziemlich eigenwilligen Charakter erschaffen.

Stadthagen. In seinem Roman "Abstand von den Siegern" geht Henning Bothe mit der Hauptfigur auf die Suche nach Zurückgezogenheit und Frieden. In einem beschaulichen Ort namens Simmenfeld – der einigen Lesern vielleicht bekannt vorkommen könnte, ist er der Kreisstadt doch ziemlich ähnlich. Die Geschichte des Philosophieprofessors hat Bothe, der seit mehr als 30 Jahren in Stadthagen lebt und bis zu seinem Ruhestand am Wilhelm Busch Gymnasium Deutsch, Politik sowie Normen und Werte unterrichtet hat, in Tagebuchform verfasst. Der Protagonist stirbt auf der Bundesstraße 65 zwischen Lindhorst und Bad Nenndorf. Aus seinen letzten Aufzeichnungen, die sich nach seinem Tod im Besitz seiner Tochter Ricarda befinden, erfährt der Leser, warum Annenberg sein altes Leben hinter sich lassen, seine Ehe beenden und sich in die Abgeschiedenheit Simmenfelds zurückziehen möchte. Ein Auftragskiller, der seinen Job nicht erledigt, macht dem eigenbrödlerischen Professor jedoch einen Strich durch die Rechnung. Und so macht Annenberg schließlich Bekanntschaft mit einer jungen Frau, die entführt wurde. Plötzlich wird er gefordert, muss sich mit Schwierigkeiten auseinandersetzen und der Frage nach Verantwortung beschäftigen. In dem ersten nicht fachliterarischen Werk von Bothe verschmelzen sowohl Elemente der Kriminalliteratur als auch der literarischen Biografie sowie der Zeitkritik miteinander. tbh

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