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Ärger bei Händlern

Niedernstraße fühlt sich „abgehängt“

Durch die Einbahnstraßenregelung auf der Vornhäger Straße stadtauswärts fühlen sich die Geschäftsleute an der Niederstraße abhängt.

Durch die Einbahnstraßenregelung auf der Vornhäger Straße stadtauswärts fühlen sich die Geschäftsleute an der Niederstraße abhängt.

Stadthagen. „Die Sperrung der Einfahrt in die Krumme Straße/Niedernstraße bedroht uns ernsthaft in unserer Existenz“ heißt es in einem an Bürgermeister Oliver Theiß und Wirtschaftsförderer Lars Masurek adressierten Schreiben, der auch unserer Zeitung vorliegt. Die Parkplätze vor den Geschäften – der Standortvorteil in der Nebenlage an der Niedernstraße – sei durch die seit Anfang September geltende Regelung nun nicht mehr gegeben. Der Verkehr wird aus der Innenstadt über die Vornhäger Straße als Einbahnstraße herausgeführt. Dadurch ist die Innenstadt im Bereich der Niedernstraße laut Böger „vollkommen leer“. Er und seine Kollegen hätten bereits „starke Umsatzeinbrüche“ zu verzeichnen.

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Eine Situation, die nach Worten von Wirtschaftsförderer Masurek bei solchen nun mal nötigen Baumaßnahmen nicht ganz zu Verhindern gewesen sei. Die Händler seien im Vorfeld über die Umleitung informiert worden, eine Rückmeldung sei damals nicht gekommen.

Stadt hat Mitspracherecht

Grundsätzlich habe die Stadt bei solchen Bauvorhaben ein Mitspracherecht, erklärt Stadtsprecherin Bettina Burger. Im vorliegenden Fall sei die Verwaltung dem Vorschlag der ausführenden Firma gefolgt und habe zusätzlich eine weitere Umleitung von der Lauenhäger Straße über die Teichstraße, die Herminenstraße und die Krumme Straße „mit dem direkten Bezug zur Innenstadt angeordnet“.

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Die betroffenen Geschäftsleute hingegen hätten sich gewünscht, dass der Verkehr eher in die Stadt hinein statt über eine Einbahnstraßenregelung aus der Innenstadt heraus geleitet werde. „Diejenigen, die aus Bad Nenndorf kommen zum Beispiel müssen schon einen Umweg in Kauf nehmen“, erklärt Ulrike Tatge, Inhaberin eines Naturkostgeschäftes an der Niedernstraße. „Wir merken schon, dass weniger Verkehr ist“, sagt sie.

Auch der Stadtmarketingverein Stadthagen (SMS) hat sich laut dem Vorsitzenden Günter Raabe im Vorfeld bei der Stadtverwaltung dafür eingesetzt, dass die Einbahnstraße an der Vornhäger Straße in die Stadt hineinführt. Aber: „Da konnten wir uns leider nicht durchsetzen“, bedauert Raabe. Zudem habe sich der SMS „massiv dafür eingesetzt, dass die Umleitung vernünftig ausgeschildert wird“. Das ist aus Sicht von SMS-Chef Raabe „den Umständen entsprechend gelungen“.

Stadtsprecherin Burger betont: „Nach unserer Auffassung ist die Innenstadt problemlos zu erreichen. Nach den bisherigen Erkenntnissen fließt der Verkehr auch problemlos.“

Die Vornhäger Straße ist stadtauswärts zur Einbahnstraße geworden. eb

Die Vornhäger Straße ist stadtauswärts zur Einbahnstraße geworden. eb

Eine weitere Befürchtung der Geschäftsleute an der Niedernstraße ist, dass die Bauarbeiten sich über den Angepeilten Fertigstellungstermin 19. Oktober hinausziehen könnten. So eine Verzögerung sei dann auch eine Bedrohung für das jährlich etwa zu der Zeit beginnende Weihnachtsgeschäft, wie es in dem Schreiben an die Verwaltung weiter heißt. Böger schlug vor, die Sperrung der Vornhäger Straße in Richtung Innenstadt zumindest zeitweise über eine Ampelschaltung aufzuheben.

„Von einer Ampelschaltung ist Abstand genommen worden, da aufgrund der relativ langen Strecke lange Umlaufzeiten notwendig geworden wären. Daraus resultierend sind lange Rückstaulängen befürchtet worden“, erklärt Burger. Die Verwaltung sicherte jedoch zu, mit den Geschäften an der Niedernstraße „in einen Erfahrungsaustausch zu treten und die weitere Entwicklung zu beobachten“.

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Von Tina Bonfert

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