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Mordopfer Fadi S.

Prozess gegen Trittbrettfahrer beginnt im Februar

Die Polizei durchsucht den Hof in Hille, auf dem drei Leichen gefunden wurden.

Die Polizei durchsucht den Hof in Hille, auf dem drei Leichen gefunden wurden.

STADTHAGEN/HERFORD. Wie Oberstaatsanwalt Udo Vennewald jetzt mitteilte, wurde der erste Termin für den Prozess festgelegt. Das Duo muss sich ab Freitag, 22. Februar, vor dem Herforder Schöffengericht wegen versuchter räuberischer Erpressung verantworten.

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Die beiden Männer forderten damals von der Familie des Mordopfers 45.000 Euro. Sie gaben an, Fadi S. hätte Schulden gehabt und sie würden seinen Aufenthaltsort kennen. Später stellte sich heraus, dass Fadi S. in einer Scheune in Hille mit einem Hammer erschlagen wurde. Die beiden Tatverdächtigen Jörg W. und Kevin R. stehen derzeit vor dem Landgericht Bielefeld. Die Anklage wirft ihnen dreifachen Mord aus Habgier vor. Am Freitag, 21. Dezember, steht der 13. Prozesstag bevor.

Familie fordert Lebenszeichen

Die Familie von Fadi S. und die beiden damals 23-jährigen mutmaßlichen Erpresser trafen sich im März im Werre-Park in Bad Oeynhausen. Bevor es zu einer Geldübergabe in einem Bielefelder Café kam, forderte die Familie von Fadi S. per Live-Video ein Lebenszeichen des Vermissten. Von dem Gespräch existieren Tonaufnahmen. Danach brachen die beiden vorbestraften Männer, die wie die Familie von Fadi S. aus dem Libanon stammen, den Kontakt ab.

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Als die Polizei die Leiche von Fadi S. kurze Zeit später fand, berichtete die Familie S. über den Fall in den Sozialen Medien. Sie drohten den Erpressern, die daraufhin im Libanon untertauchten, und einem Bruder der Erpresser, der ein in der Szene bekannter Kampfsportler ist. Die Familie des Mordopfers warf den Oeynhäusern vor, die Polizei auf die falsche Fährte gelockt zu haben. Im Anschluss stellten sich die beiden Trittbrettfahrer bei der Polizei in Minden. Von Ilja Regier

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