Sanierung Innenstadt

Stadthäger Marktstraße wird voll ausgebaut

Der Bauausschuss hat sich für den Vollausbau der Marktstraße ausgesprochen.

Der Bauausschuss hat sich für den Vollausbau der Marktstraße ausgesprochen.

Stadthagen. Mit der Planung soll ein externes Büro beauftragt werden. Der Ausschuss ist letztlich der Empfehlung der Verwaltung gefolgt, dem Vollausbau zuzustimmen. "Wir wollen an der Marktstraße Ost Barrierefreiheit herstellen, weswegen es kontraproduktiv wäre, die Straße nur zu reparieren. Sie würde mit dem Kopfsteinpflaster wie ein Fremdkörper wirken im Vergleich zum restlichen sanierten Bereich", erklärte Bauamtsmitarbeiter Christian Pfeiler.

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Jürgen Burdorf (WIR) störte sich jedoch an der Vorgehensweise: „Machen wir hier nicht den zweiten vor dem ersten Schritt?“ Seiner Meinung nach müssten Stadt und Politik doch erst mehr Details festlegen, bevor der Planer beauftragt werde. Sprich: Welche Pflasterung gewünscht ist, welche Beleuchtung und Bepflanzung. „Und außerdem sollten doch die Bürger an dem Verfahren beteiligt werden.“

Sachgebietsleiterin Stefanie Schädel konnte Burdorf da beruhigen: „Der Planer wird uns unterschiedliche Vorschläge machen, die wir den Bürgern dann vorstellen.“ Zwei Beteiligungsverfahren seien demnach geplant. „Es ist ein Prozess und diese Planung ein Baustein im Gesamtkonzept.“

Ärger bei Seniorenbeirat

Auf Axel Wiegands Nachfrage, wie lange dies denn dauern werde, konnte Schädel nur sagen: „Es wird seine Zeit dauern.“ Dies schien den Vertreter des Seniorenbeirats zu erzürnen, der auf eine schnellere Umsetzung gehofft hatte. „Es ist mir außerdem unverständlich, warum wir vom ersten Plan, an der Niedern- und Obernstraße zu beginnen, umgeschwenkt sind. Nur weil das Stadtmarketing dort die Fußgängerzone für den Verkehr öffnen möchte.“

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Diesen Vorwurf wollte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Heiko Tadge so nicht stehen lassen: „Auch die CDU hat die Prioritätenverschiebung mitgetragen. Dabei ging es nicht um den Vorschlag des SMS.“ Es sei nur ein Nebeneffekt, dass dieser nun Zeit für die Händlerbefragung habe. Der Hauptgrund sei, dass Hagemeyer angebunden werden soll. „Deswegen gehen wir hier bewusst als erstes ran.“

Wie die CDU konnte sich auch die SPD der Beschlussvorlage so anschließen: „Wir sind froh, dass wir in die konkrete Planung eingestiegen sind und der Marktstraße Priorität eingeräumt haben“, sagte Bernd Biederstädt (SPD). Für den östlichen Bereich werde der Vollausbau ebenfalls favorisiert.

Die SPD bitte darum, an der Marktstraße West die Belange für Fußgänger und Radfahrer stärker zu berücksichtigen, um die Straße für diese sicherer und attraktiver zu machen. Die Zustimmung des Verwaltungsausschusses dürfte so gut wie sicher sein. col

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