Erregte Gemüter

Stadthagen diskutiert über "Second"

Enzen. Die CDU hatte nach der Besichtigung des Geländes ein vernichtendes Urteil gefällt und dem Laden einen "ortsbildschädigenden Charakter" attestiert und es einen "Schandfleck" genannt. Und so schreibt auch Sonja Osterkamp Bohlender auf Facebook: "Auf alle Fälle ist das eine Zumutung für alle, die dort wohnen und auch für jeden, der nur vorbei fährt. Enzen hat mehr zu bieten als Müll und Schrott!"

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Karin Boevelka wundert sich indes über den Zeitpunkt der Kritik: „Nur komisch, dass erst jetzt, nach vielen, vielen Jahren, reagiert wird.“ Diesem Eindruck widerspricht jedoch Enzens Ortsvorsteher Manfred Kreusel. Er sei da schon seit Jahren hinterher und habe auch schön des Öfteren die Stadt über die Zustände informiert. Passiert sei jedoch nie etwas. Und auch auf die SN-Anfrage zu dem Thema gab es vonseiten der Stadt keine Stellungnahme.

Kreusel gibt zu, auch keine Lösung für das Problem zu haben, „wir können uns schließlich nicht aussuchen, was sich dort ansiedelt“. Allerdings habe er den Betreiber häufiger schon auf die Zustände angesprochen und um eine Verbesserung gebeten, etwa um die Reparatur der abgängigen Sichtschütze, um das Erscheinungsbild zu verbessern. Er glaube jedoch dessen Darstellung, dass die Zäune von nächtlichen „Besuchern“ immer wieder zerstört würden.

Dass es dort aussieht wie auf einer „Müllkippe“, findet Thiemer Dirk: „Man weiß nicht, was noch zu gebrauchen ist, und was nicht. Man könnte es auch schöner gestalten und sicherer machen.“

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Dieser Meinung ist auch Rolf Hartmann, der sich schon seit Jahren wundere, „dass das so geduldet wird. Wobei in Stadthagen die Schmerzgrenze in Sachen unansehnlicher Stellen und Schrottimmobilien in den letzten Jahren insgesamt offensichtlich sehr hoch geworden ist. Fällt in der Summe daher kaum noch ins Gewicht, sondern bestätigt eher den Gesamteindruck.“

Aber es gibt auch Stimmen, die die ganze Aufregung nicht verstehen können. So schreibt Anna Donjes beispielsweise: „Ich finde es schon bemerkenswert, dass solche Begriffe wie ,Schandfleck‘ in den Mund genommen werden, wenn sich offensichtlich niemand die Mühe macht, mit dem Inhaber selbst einmal über die Unordnung zu sprechen. Klingt für mich mehr nach Stimmungsmache, als nach einem ernsthaften Versuch sich der Problematik anzunehmen.“ Donjes spielt damit auf die Darstellung des Betreibers Patrik Völkoi an, nach deren einer seiner Mitarbeiter die CDU-Delegation angesprochen habe – jedoch nicht beachtet worden sei.

"Ohh man, der Kleingeist mancher Anwohner, solche Probleme braucht kein Mensch", findet Matthias Schulz-Wübbenhorst und spricht damit Iris Burkardt-Pawlik aus dem Herzen, die schreibt: "Es gibt durchaus wichtigere Themen als dieser Handel, der schon seit Jahren dazu gehört. Schandfleck ,ein typisch deutsches Wort." col

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