„Sport verbindet“

Offenes Angebot für alle, die Lust auf Fußball haben: „Einfach mal kicken“-Integrationsprojekt in Stadthagen startet

Britta Kunze (von rechts), Julian Bornemann, Torben Kunze, Michael Naumann, Robin Maxelon, Rezan Jando und Christina Allard-Kopplin sind beim ersten Fußball-Treff an der Vornhäger Straße dabei.

Britta Kunze (von rechts), Julian Bornemann, Torben Kunze, Michael Naumann, Robin Maxelon, Rezan Jando und Christina Allard-Kopplin sind beim ersten Fußball-Treff an der Vornhäger Straße dabei.

Stadthagen. Unter dem Motto „Einfach mal kicken“ bietet die Stadt Stadthagen gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und der Sportgemeinschaft Rot-Weiß Stadthagen ein offenes Fußball-Angebot für junge und alte Freizeitkicker an. Immer freitags haben Interessierte aller Altersgruppen von 15.30 bis 18 Uhr Gelegenheit, auf der Helmut-Paul-Sportanlage an der Vornhäger Straße Fußball zu spielen und neue Kontakte zu knüpfen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Wir freuen uns total, dass dieses Angebot möglich wird“, sagt Britta Kunze, Integrationsbeauftragte der Stadt, mit Blick auf die Rahmenbedingungen: Wer Lust auf Fußball, aber keinen Platz zum Kicken hat, kann unkompliziert und vor allem kostenlos auf dem gepflegten Grün der Helmut-Paul-Sportanlage bolzen. Bälle gibt es vor Ort, sogar passende Schuhe können im Notfall ausgeliehen werden. Ein Ansprechpartner der Initiatoren ist bei jedem Termin vor Ort und hilft mit Rat und Tat weiter. „Das Ganze läuft unverbindlich und ohne Anmeldung und ist nicht an eine Vereinsmitgliedschaft gebunden“, erklärt Kunze weiter.

Kicken als Integrationsmotor

Mit der Aktion sollen Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Kulturkreise zusammengebracht werden. „Sport verbindet einfach, alle sind willkommen“, betont Julian Bornemann. Das Vorstandsmitglied bei Rot-Weiß Stadthagen weiß aus eigener Erfahrung, dass Fußball Grenzen überwinden kann. Etwa ein Viertel der Sportgemeinschaft-Mitglieder seien aus ihren Heimatländern geflüchtet und hätten sich super in den Fußball-Teams integriert.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Aufs Kicken als Integrationsmotor setzt auch Christina Allard-Kopplin. Die Leiterin des Awo-Begegnungszentrums an der Hüttenstraße hofft, dass viele Kinder und Jugendliche aus der Weststadt Lust auf den Fußball-Treff haben. In dem Wohnquartier habe es in der Vergangenheit öfter Konflikte gegeben, weil Kinder lautstark in der Nachbarschaft gebolzt hätten und Fußbälle immer wieder auf Privatgrundstücken gelandet seien. Wem der Weg an die Vornhäger Straße zu weit sei, könne sich gerne im Begegnungszentrum melden. „Wir können dann auch als Gruppe zum Sportplatz fahren“, kündigt Allard-Kopplin an.

"Einfach mal kicken" ist Ergänzung zu anderen Angeboten in Stadthagen wie der offene Abendsport, der Jugendtreff in der Alten Polizei oder die Aktionen an der Hüttenstraße und wird auch in den Sommerferien stattfinden. "Wir haben ganz viele Ideen, um kleine Aktionen einzubetten", sagt Kunze. So sei zum Beispiel möglich, das Hobbyturnier "Eine Stadt spielt Fußball" als Finale durchzuführen.

Von Katharina Grimpe

Mehr aus Stadthagen

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen