Kriminalstatistik

Weniger Straftaten

Die Kriminalstatistik für Schaumburg

LANDKREIS. Die 8817 registrierten Delikte stellen nach Angaben der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg (PI) den zweitniedrigsten Wert der letzten 30 Jahre dar. „Bei einem ohnehin vergleichsweise geringen Kriminalitätsaufkommen in der Region hat sich die Gefahr, Opfer einer Straftat zu werden, für die Bürger noch einmal deutlich reduziert, was sich hoffentlich auch positiv auf das subjektive Sicherheitsgefühl auswirkt“, kommentiert PI-Leiter Frank Kreykenbohm.

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Je 100.000 Einwohner waren im Landkreis statistisch 5644 Straftaten zu verzeichnen, niedersachsenweit waren es mit 6621 deutlich mehr. „Demnach kann die hiesige Kriminalitätsbelastung nach wie vor als vergleichsweise niedrig bezeichnet werden“, bemerkt Kreykenbohm. Die Aufklärungsquote liegt nach Angaben der PI bei 62,5 Prozent, das ist etwas über dem langjährigen Mittelwert.

Die Zahl von 1221 so genannter Rohheitsdelikte (gemeint sind damit Körperverletzungen, Raubstraftaten und Freiheitsberaubungen) bedeutet einen Rückgang von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Aufklärungsquote ist mit 91 Prozent in diesem Bereich sehr hoch.

Wohnungseinbrüche bereiten Sorge

Angestiegen sind hingegen die Straftaten gegen das Leben (von fünf auf acht Fälle) und gegen die sexuelle Selbstbestimmung (von 67 auf 91 Taten). Die Steigerung im ersten Bereich resultiere allerdings nicht aus vorsätzlich begangenem Totschlag oder Mord, sondern ausschließlich aus einer Zunahme bei den Delikten der fahrlässigen Tötung. Die Zahl der Sexualdelikte entspricht in etwa dem Mittelwert der vergangenen zehn Jahre.

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In allen Dienststellen der PI steht nach den Worten von Kreykenbohm die Entwicklung des Wohnungseinbruchsdiebstahls unter besonderer Beobachtung. In 2017 war ein leichter Anstieg um elf Delikte auf 277 Fälle zu verzeichnen, allerdings liege diese Zahl deutlich unter dem Höchstwert von 677 Taten im Jahr 1993. „Dennoch bereitet diese Entwicklung einige Sorgen“, räumt der PI-Leiter ein. In diesem Bereich seien sowohl die Fahndungs- und Ermittlungstätigkeiten als auch die präventiven Maßnahmen in den letzten Jahren deutlich verstärkt worden. „Leider führten diese Maßnahmen noch nicht zu einem Rückgang der Fallzahlen“, so der Polizeichef.

Die Anzahl der durch Flüchtlinge begangenen Straftaten lässt sich nach den Worten Kreykenbohms nicht genau beziffern, da über ein Drittel aller Straftaten ungeklärt bleiben und von daher keine Aussagen über Tätergruppen gemacht werden können. ssr

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