Ab dem 1. Oktober

Bettina Schausten wird neue ZDF-Chefredakteurin

Die neue ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten.

Die neue ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten.

Mainz. Bettina Schausten wird ZDF-Chefredakteurin. Die 57 Jahre alte derzeitige Vize-Chefredakteurin folgt zum 1. Oktober auf Chefredakteur Peter Frey, der in den Ruhestand geht, wie der öffentlich-rechtliche Sender am Freitag in Mainz mitteilte. Der 64-Jährige leitet die Chefredaktion seit 2010. Der ZDF-Verwaltungsrat folgte demnach dem Personalvorschlag des neuen Intendanten Norbert Himmler.

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Millionen Deutsche kennen Schausten aus dem Fernsehen. Sie interviewt regelmäßig Spitzenpolitiker zum Beispiel im ZDF-Format „Was nun?“ und moderiert große Wahlabendsendungen. Ab und an ist sie auch als Moderatorin im „heute-journal“ zu sehen. Die 57-Jährige ist seit Frühjahr 2019 Leiterin der Hauptredaktion Aktuelles und stellvertretende ZDF-Chefredakteurin. Die in Lüdinghausen in Nordrhein-Westfalen geborene Journalistin ist seit Jahrzehnten für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk tätig.

Nadine Bilke folgt auf Himmler als ZDF-Programmdirektor

Der Verwaltungsrat beschloss am Freitag nach ZDF-Angaben weitere Personalien, die der Intendant vorgeschlagen hatte. Himmler war bis zu seinem Amtsantritt Mitte März ZDF-Programmdirektor gewesen. Nachfolgerin für diese Schlüsselposition wird bereits zum 1. Mai Nadine Bilke, sie ist zurzeit Chefin des Spartensenders ZDFneo. Die 46-Jährige steht für die Bestrebung des ZDF, etwa mit Serienformaten wieder mehr jüngere Leute anzusprechen.

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Die Besetzung des Programmdirektoren-Postens ist auch deshalb mit Spannung erwartet worden, weil in der Vergangenheit für die Amtsinhaber als nächster Karriereschritt die Position des Intendanten an der Spitze des Senders mit der besten TV-Quote in Deutschland folgte. So war es bei Himmler, so war es auch bei seinem Vorgänger Thomas Bellut.

Ausgeglichenes Geschlechterverhältnis in ZDF-Geschäftsleitung

Mit Schausten und Bilke gibt es dann mit insgesamt drei Männern und drei Frauen ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis in der ZDF-Geschäftsleitung. Im Netz bekam Schausten Zuspruch. ZDF-Journalistin Dunja Hayali etwa twitterte über die künftige Chefredakteurin, das sei die beste Nachricht des Tages. „Nach 59 Jahren ist sie damit die erste Frau. Das ist aber nicht der Grund, sondern weil sie es einfach kann!“

Stellvertretende Chefredakteurin – also Nachfolgerin Schaustens - wird ZDF-Brüssel-Studioleiterin Anne Gellinek. Die 59-Jährige übernimmt ebenfalls die Leitung der Hauptredaktion Aktuelles. Stellvertretender Programmdirektor wird Frank Zervos. Der 45-Jährige verantwortet derzeit einen großen Teil der fiktionalen Programme im ZDF.

Intendant Himmler teilte mit: „Die neu aufgestellte Geschäftsleitung steht für exzellenten Journalismus und innovatives Programm-Management.“ Gemeinsam werde man die digitale Transformation des ZDF vorantreiben. „Unser Ziel bleibt: Ein hochwertiges und wertvolles Angebot für die ganze Gesellschaft.“

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Mit den vier Positionen besetzt der öffentlich-rechtliche Sender mit Hauptsitz in Mainz erneut Top-Positionen mit Expertinnen und Experten aus dem eigenen Haus. Das war unlängst bei der Wahl des neuen Indentanten der Fall: Dabei hatte sich Himmler gegen seine Gegenkandidatin, ARD-Hauptstadtstudioleiterin Tina Hassel, durchgesetzt.

Die Arbeit des Intendanten wird gemäß Staatsvertrag vom ZDF-Verwaltungsrat beaufsichtigt, der am Freitag den neuen Personalien zustimmte. Das Gremium besteht aus zwölf Mitgliedern. Davon sind vier Vertreter der Bundesländer, darunter sind momentan zum Beispiel Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Brandenburgs Landeschef Dietmar Woidke (SPD). Gremiumsvorsitzende ist die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).

Acht weitere Mitglieder sind vom Fernsehrat, der seinerseits die Programmarbeit des Senders beaufsichtigt, in den Verwaltungsrat gewählt. Sie dürfen weder Teil einer Regierung noch Mitglied des Bundestags oder von Länderparlamenten sein. Zum Verwaltungsrat zählen derzeit zum Beispiel Vertreter von Hochschulen.

RND/dpa

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