„Er ist nicht mehr unter uns“: Funke muss Schumacher 100.000 Euro zahlen

Michael Schumacher ist immer noch im Fokus der Boulevard-Berichterstattung.

Michael Schumacher ist immer noch im Fokus der Boulevard-Berichterstattung.

Hamburg. Ein Schumacher-Titel kommt das Boulevardmagazin "die aktuelle" teuer zu stehen: Wie "Meedia" berichtet, verurteilte das Landgericht Hamburg die Funke-Mediengruppe am Freitag zu einer Entschädigungszahlung von 100.000 Euro. Neben einem Foto von Michael Schumacher hatte die Zeitschrift "Er ist nicht mehr unter uns" getitelt. Dazu setzte sie die Zeile: "Wann bricht die Familie endlich ihr Schweigen?" Bereits in der mündlichen Verhandlung hatte das Gericht deutlich gemacht, dass man diese Aussage für "geldentschädigend relevant" halte. Die Zeitschrift habe damit den Eindruck erweckt, dass Michael Schumacher gestorben sei.

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Die Gegenseite argumentierte mit dem „Schweigekartell“

Funke hatte dagegen argumentiert, dass es sich dabei um eine Aussage grundsätzlicher Art gehandelt habe. Schließlich habe die Familie in den Jahren zuvor ein öffentliches Leben geführt. Nach dem Unfall des Rennfahrers habe die Familie ein regelrechtes „Schweigekartell“ aufgebaut.

Mit seinem Urteil folgte das Gericht nun der Forderung des Schumacher-Anwalts, der bereits in der mündlichen Verhandlung 100.000 Euro gefordert hatte. Weitere 50.000 Euro Entschädigung wollte er für einen zweiten Titel des Magazins erstreiten, in dem aus dem angeblich „erschütternden Kranken-Brief“ Schumachers zitiert wurde. Dabei habe es sich allerdings nicht um ein offizielles Dokument, sondern ein anonymes Schreiben gehandelt.

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Die Entscheidung des Landgerichts ist noch nicht rechtskräftig.

Von Nora Lysk/RND

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