Nach Busaktion beim BVB: „TV total“-Moderator Sebastian Pufpaff hat Stadionverbot

„TV total“-Moderator Sebastian Pufpaff hat nach seiner BVB-Aktion Stadionverbot.

„TV total“-Moderator Sebastian Pufpaff hat nach seiner BVB-Aktion Stadionverbot.

Die Aktion hatte am Wochenende für Schlagzeilen gesorgt: Vor dem Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München war „TV total“-Moderator Sebastian Pufpaff (45) mit einem schwarz-gelben Mannschaftsbus vor dem Stadion vorgefahren. Wie nah der TV-Star, der sich als BVB-Coach Marco Rose verkleidet hatte, dabei tatsächlich dem Kabinentrakt kam, war am Mittwochabend in der Pro-Sieben-Sendung zu sehen.

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Pufpaff, dem durchaus äußere Ähnlichkeiten mit Rose nachgesagt werden, ließ sich für die Aktion von einer Maskenbildnerin schminken und mit den passenden Klamotten ausstatten. „Ich habe das Gefühl: Ich bin Marco Rose“, befand Pufpaff anschließend und meinte zuversichtlich: „Die werden doch den Trainer ins Stadion lassen!“

Mit einem Dutzend falscher BVB-Spieler an Bord ging es anschließend im ebenfalls falschen Mannschaftsbus nach Dortmund. Und tatsächlich passierte das schwarz-gelbe Gefährt mehrere Kontrollen, Ordner machten bereitwillig Platz. Erst direkt am Eingang zum Kabinentrakt war Endstation: „Sie bleiben bitte drüben im Bereich, Sie haben keine Arbeitskarte“, wies ein energischer BVB-Ordner den „TV total“-Moderator in seine Schranken. „Sie sind nicht unser Trainer!“ Und damit war die mäßig witzige Aktion auch schon vorbei.

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Ein juristisches Nachspiel wird der Fall nicht haben, das hatte die Dortmunder Polizei bereits am Wochenende mitgeteilt. Was den nach eigenen Angaben großen BVB-Fan Pufpaff härter trifft: „Ich habe lebenslanges Stadionverbot“, sagte der Moderator am Mittwoch in seiner Sendung. Und rief die Dortmunder Fans deshalb zur Unterstützung auf: „Ich brauche eure Hilfe.“ Sie sollten sich dafür einsetzen, eine Fanfreundschaft zwischen „TV total“ und dem BVB zu initiieren – damit er später doch wieder ins Stadion darf. Fans sollten auch seinen Namen rufen, regte der Moderator an und stimmte im TV-Studio schonmal an: „Wir woll‘n den Puffi seh‘n!“

Nach FDP-Ärger heißt es nun: „Wer ist die schärfste Biene bei den Grünen?“

Neues gab es am Rande auch zu einem weiteren Reizthema, das die Show-Macher in der Folge von vergangener Woche provoziert hatten. Darin hatte Pufpaff die Frage erörtert „wer die schärfste Biene der FDP“ sei und die Zuschauer aufgefordert, auf der Website der Partei nach besonders attraktivem weiblichen Personal zu suchen. Franziska Brandmann von den Jungen Liberalen fühlte sich als Politikerin „gedemütigt“, auch darüber hinaus wurden Sexismus-Vorwürfe laut.

Auch hier verzichte Sebastian Pufpaff auf eine Entschuldigung. Stattdessen legte er die Deutung nahe, es sei bei der Aktion (erfolgreich) darum gegangen, die Serverkapazitäten der FDP lahmzulegen und so eine Schwachstelle kenntlich zu machen bei einer Partei, die sich für führend in Fragen des Digitalen hält. Zum Ausgleich forderte Pufpaff sein Publikum nun auf, es beim neuen Koalitionspartner der Liberalen gleichzutun. Die neue Losung: „Wer ist die schärfste Biene bei den Grünen?“

RND/seb/Teleschau

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