„Picnic at Hanging Rock“ – Das Geheimnis des Fratzenbergs

Gruselstunde: Die strenge Rektorin Appleyard (Natalie Dormer) muss sich ihrer Vergangenheit stellen.

Gruselstunde: Die strenge Rektorin Appleyard (Natalie Dormer) muss sich ihrer Vergangenheit stellen.

Melbourne. Die Uhr, die mittags um zwölf still steht. Die Schülerinnen, die sich wie in Trance auf dem Berg bewegen. Der Schrei der zu Tode erschrockenen Außenseiterin Edith. Der Film „Picknick am Valentinstag“ von Peter Weir hat es auch 43 Jahre nach seiner Uraufführung noch in sich. 1975 begründete er die Erneuerung des australischen Kinos.

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Der Originalfilm von Peter Weir verdient die Bezeichnung „Mystery“

Der Berg Hanging Rock wirkte wie eine Teufelsfratze, es schien, als habe er die verschwundenen Schülerinnen und den Lehrer verschluckt. Alles an der angeblich wahren Geschichte aus dem Jahr 1900 blieb freilich Geheimnis, nichts wurde aufgelöst, die suggestive Filmmusik von Bruce Smeaton warf einen weiteren Schatten auf den Ausflugsort: Wer oder was lockte die Mädchen? Wohin waren sie entschwunden? Selten war die Genrezuweisung „Mystery“ zutreffender als hier.

Noch einmal wird jetzt das subtile Grauen beschworen. Amazon Prime Video hat den ersten Trailer seiner neuen Miniserie „Picnic at Hanging Rock“ veröffentlicht, die in den USA am 25. Mai bei dem Streamingportal starten soll. Deutschlandstart ist am 10. Mai exklusiv bei Entertain TV.

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Eine Schulleiterin wird mit ihrer Vergangenheit konfrontiert

Die Hauptrolle der strengen englischen Rektorin spielt eine Bekannte: Natalie Dormer war in der Fantasyserie „Game of Thrones“ die Margaery Tyrell, die liebreizende und ehrgeizige Tochter aus adeligem Hause, die nacheinander an die Seite von drei Thronprätendenten und Königen trat und die am Ende doch der herrsch-, eifer- und rachsüchtigen Regentin Cersei Lennister zum Opfer fiel. Nach dem Ende ihrer Serienfigur bewies Dormer sich in „The Forest“ schon einmal im Horrorfach.

In sechs Episoden wird in der Serie erzählt, wie am wetterschönen Valentinstag des Jahrhundertwendejahrs drei Mädchen (Samara Weaving, Lily Sullivan, Madeleine Madden) nicht von einem Ausflug zurückkehren. Der schreckliche Vorfall schadet dem Ruf der Schule, zieht Untersuchungen nach sich und konfrontiert die Schulleiterin mit ihrer Vergangenheit.

Natalie Dormer macht weiter in Sachen Grusel und Thrill

Die Serie, die bei der diesjährigen Berlinale Premiere feierte, verspricht diesmal Licht ins Dunkel zu bringen. Regisseurin Larysa Kondracki will zeigen, wer die jungen Fraen waren und warum sie gegangen sind.

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Natalie Dormer macht auch im Kino unheimlich weiter: Ob im historischen Mysterydrama „The Professor and the Madman“ an der Seite von Mel Gibson, in Stefan Ruzowitzkys Pandemie-Horror „Patient Zero“ oder als blinde Ohrenzeugin eines Mordes im britischen Thriller „In Darlkness“. Für alle drei Filme sind bis jetzt noch keine deutschen Kinostarts bekanntgegeben worden.

Von Matthias Halbig/RND

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