Vor Krieg gesperrt

Technischer Trick: Website der Deutschen Welle in Russland wieder zugänglich

Satellitenschüsseln stehen auf Dach der Deutschen Welle in Bonn.

Satellitenschüsseln stehen auf Dach der Deutschen Welle in Bonn.

Berlin. Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) hat nach eigenen Angaben die russischsprachige Nachrichten-Website der Deutschen Welle wieder zugänglich gemacht, welche die russischen Behörden zuvor blockiert hatten. Diese Unterstützung biete der Verein auch anderen von Zensur betroffenen Medien an, teilte Reporter ohne Grenzen am Freitag in Berlin mit.

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„Ausländische Online-Medien sind neben unabhängigen russischen Medien unverzichtbar“, sagte der RSF-Geschäftsführer Christian Mihr: „Da sie dem Druck entgehen können, dem russische Medienschaffende ausgesetzt sind, spielen sie bei der Verbreitung von unabhängigen Nachrichten in Russland insbesondere online eine wichtige strategische Rolle.“

Kopie der Website auf internationalen Servern

Vor der Sperrung war die russischsprachige Website der Deutschen Welle den Angaben zufolge mit durchschnittlich 4,4 Millionen Besucherinnen und Besuchern pro Monat eine der beliebtesten Nachrichtenseiten. Etwa zwei Millionen aller monatlichen Zugriffe kämen aus Russland, hieß es. Um den Zugang zur Internetseite der Deutschen Welle zu ermöglichen, erstellte die Organisation eine Kopie der Website und platzierte diese auf internationalen Servern.

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Die russischen Behörden hatten bereits vor dem Beginn des Angriffs auf die Ukraine die Schließung des Moskauer Büros des deutschen Auslandssenders angeordnet. Dieser Schritt gilt als Antwort auf das vorangegangene deutsche Sende-Verbot für den russischen Fernsehsender RT.

RND/epd

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