„Es kommt noch dicker“

Wolke Hegenbarth wird zur Wuchtbrumme

Wolke Hegenbarth wird über Nacht zur 120 Kilo schweren Frau.

Muss das sein? Jessica (Wolke Hegenbarth, links) ist nun so dick, wie vorher Rike ( Theresa Underberg) war. Die lässt auch im neuen Körper das Naschen nicht.

Berlin.  Ein Mehrteiler, der vom heutigen Montag an in Doppelfolgen von SAT.1 ausgestrahlt wird und in dem der deutsche TV-Serienstar Hegenbarth die über Nacht plötzlich fett gewordene, 120 Kilo schwere Wiener Hotelmanagerin Jessica spielt.

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Möglich machen diese täuschend echte Verwandlung der Maskenbildner und ein sogenanntes Fatsuit. Ein Anzug, der mit Schaumstoff oder Ähnlichem gefüllt ist, um den jeweiligen Schauspieler dicker aussehen zu lassen. Für den betroffenen Akteur ist das gewiss eine ziemlich schwitzige Angelegenheit. In der siebenteiligen Comedyserie geht es also um Dicke. Was kaum wundert, schließlich ist das Thema Fettleibigkeit in den Medien schon seit Längerem sehr beliebt.

So hat beispielsweise gerade der „Spiegel“ eine Titelstory dem bösen Zucker gewidmet. Auch in Talkshows wird gern über Fettsucht und ihre Folgen für die Volksgesundheit debattiert. Die Zahlen sprechen schließlich ja für sich: Jeder siebte Mann und fast jede siebte Frau in Deutschland sind fettleibig.

All das ist eigentlich ein hübsches Thema für eine Comedyserie, die sich dann entweder schwarzhumorig die Dicken böse vorknöpft oder frech mit den damit zusammenhängenden Vorurteilen spielt. Doch leider hat der SAT.1-Mehrteiler beides nicht zu bieten. Er ist eben nur eine typische Bodyswitch-Komödie, also ein Film über zwei Personen, die mehr oder weniger zufällig den Körper (oder in diesem Fall die Pfunde) wechseln. Und das hat dann, wenn der erste Eindruck nicht täuscht, auch nur recht harmlose Folgen.

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Quasi über Nacht fängt sich Hotelmanagerin Jessica (Wolke Hegenbarth) jede Menge Pfunde von ihrer Kollegin Rike (Theresa Underberg, „Verbotene Liebe“) ein. Zuvor hatte Jessica Rike bei einem Bewerbungsgespräch arrogant abgekanzelt. Rike hatte sie daraufhin verflucht.

Nun ist also die vormals schlanke Jessica nach dem Aufwachen plötzlich fett, während die fette Rike schlank ist. Nach einigem Hin und Her gibt sich Jessica daraufhin als ihre eigene dicke Schwester Marie aus, während Rike ihren Hoteljob stellvertretend übernimmt. Das sorgt dann für einige nette Verwicklungen und natürlich auch für fette Probleme, die offenbar die gut gemeinte Botschaft transportieren sollen: Wenn man seine eigenen Schwächen akzeptiert, dann wird alles gut. Na gut.

Weniger gut ist allerdings die übertriebene Art, wie das Schauspielerensemble meistens agiert. Das soll witzig wirken, ist jedoch beim Zuschauen einfach nur nervtötend. Und auch die bemühten Klischees, in Folge zwei zum Beispiel ein hysterisch-schwuler Friseur (Steffen Groth), sind alles andere als lustig.

Ernst Corinth

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