Abou-Chaker soll Hausmeister attackiert haben - Schweigen im Berufungsprozess

Der Angeklagte Arafat Abou-Chaker wurde bereits zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt.

Der Angeklagte Arafat Abou-Chaker wurde bereits zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt.

Berlin. Der Chef eines arabischstämmigen Berliner Clans, Arafat Abou-Chaker, hat in einem Berufungsprozess wegen eines mutmaßlichen Angriffs auf einen Hausmeister geschwiegen. Der 43-Jährige war vor rund einem Jahr in erster Instanz vor dem Amtsgericht wegen Bedrohung und Körperverletzung zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Dagegen hatte er Berufung eingelegt. Der 50-jährige Hausmeister erklärte am Freitag als erster Zeuge vor dem Landgericht, der Angeklagte habe ihn beschimpft, geschlagen und ihm zwei Finger schmerzhaft in die Augen gedrückt.

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Zu dem Vorfall soll es im März 2018 in einem Geschäftshaus gekommen sein. Der Hausmeister sagte, der Angeklagte habe ihn zunächst im Foyer angesprochen und gefragt, warum ihn niemand grüße. Anschließend sei die Situation eskaliert. Auf Anregung der Verteidiger wurde die Vernehmung des russischsprachigen Zeugen unterbrochen. Sie soll mit einem Dolmetscher am zweiten Prozesstag am 21. Februar fortgesetzt werden.

Clanchef überraschend im Gerichtssaal verhaftet worden

Der Clanchef mit deutscher Staatsangehörigkeit und frühere Geschäftspartner des Rappers Bushido war am 15. Januar 2019 nach Verkündung des erstinstanzlichen Urteils überraschend im Gerichtssaal verhaftet worden. Hintergrund waren nach Justizangaben vor allem mutmaßliche Taten, die in Verbindung mit dem Rapper stehen. Es gehe unter anderem um den Vorwurf der versuchten Anstiftung zur Entführung von Familienmitgliedern Bushidos. Zur Ausführung sei es nicht gekommen. Nach rund zwei Wochen kam der 43-Jährige wieder frei. Ein Ermittlungsrichter hob den Haftbefehl wegen fehlender Gründe auf.

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Inzwischen wurde nach Justizangaben Anklage gegen den Clanchef und weitere Verwandte des 43-Jährigen wegen mehrerer mutmaßlicher Straftaten erhoben. Einen Prozesstermin gebe es noch nicht.

RND/dpa

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