Amerikanische Zeitung „Baltimore Sun“ entschuldigt sich für Rassismusvergangenheit

Nun hat die Baltimore Sun mehrere Initiativen zur Wiedergutmachung gestartet.

Nun hat die Baltimore Sun mehrere Initiativen zur Wiedergutmachung gestartet.

Die „Baltimore Sun“ hat einen Artikel veröffentlicht, in dem sie sich für den Rassismus entschuldigt, den die Zeitung gegenüber schwarzen Einwohnerinnen und Einwohnern von Marylore und schwarzen Amerikanerinnen und Amerikanern in der Vergangenheit seit dem 19. Jahrhundert an den Tag gelegt hat.

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„Es tut uns zutiefst leid: Die Baltimore Sun hat jahrzehntelang eine Politik gefördert, die Schwarze in Marylore unterdrückt hat; wir arbeiten daran, dies wiedergutzumachen“ lautet der Titel des Artikels. Dieser beginnt mit der Geschichte der Gründerin der Baltimore Sun, Arunah S. Abell, die die Sklaverei und Rassentrennung in den 1850er-Jahren langjährig unterstützte.

„Anstatt diese Plattform zu nutzen, um den Rassismus zu hinterfragen und zu bekämpfen, setzte die Baltimore Sun häufig Vorurteile als Mittel der Zeit ein. Sie nährte die Furcht und Angst der weißen Leser mit Stereotypen und Karikaturen, die ihre falschen Überzeugungen gegenüber schwarzen Amerikanern verstärkten“, heißt es in dem Artikel.

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„Durch ihre Berichterstattung und ihre redaktionellen Stellungnahmen hat die Baltimore Sun den strukturellen Rassismus, der auch heute noch schwarze Marylander in unseren Gemeinden unterdrückt, verschärft, bewahrt und gefördert.“ Als Beispiele für „die Vergehen dieser Zeitung“ nennt der Artikel Kleinanzeigen für den Verkauf von Sklaven und Belohnungen für zurückgebrachte, entflohene Sklaven im Jahr 1837 sowie Artikel, in denen die Entrechtung schwarzer Wähler und die Rassentrennung in den frühen 1900er-Jahren gefordert wurden.

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Initiativen zur Wiedergutmachung

Um vergangenes Unrecht wiedergutzumachen, hat die Baltimore Sun mehrere Initiativen für Diversität und Integration gestartet. „Wir sind entschlossen, die Fehler der Vergangenheit in Bezug auf die Rassenpolitik wiedergutzumachen, und haben Schritte in Richtung einer bewusst integrativen Zukunft auf unseren Seiten und in unseren beruflichen Praktiken unternommen“. Darunter listet die Baltimore Sun unter anderem ein neues Diversitätsressort zur Berichterstattung von benachteiligten Minderheiten, sowie mit Gruppen in Kontakt zu treten, über die in der Vergangenheit nur unzureichend berichtet wurde; eine größere Vielfalt bei Fotos, Chancengleichheit bei Bewerbungen in der Zeitung und die Entwicklung eines Leitfadens für kulturelle Kompetenz.

Der aktuelle Herausgeber und Chefredakteur der Zeitung, Trif Alatzas, veröffentlichte zudem einen Nachtrag auf der Website, in dem er unter anderem sagt: „Wir wissen, dass wir es besser machen müssen und sind entschlossen, dies zu tun.“

RND/vkoe

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