Protest gegen Preissteigerungen

Auffahrunfälle bei Autokorso wegen hoher Spritpreise in Hamburg

Ein Teilnehmer des Autokorsos in Hamburg hat die Heckscheibe seines Fahrzeugs mit den Worten „Mit dem letzten Tropfen zum Protest!“ beschrieben.

Ein Teilnehmer des Autokorsos in Hamburg hat die Heckscheibe seines Fahrzeugs mit den Worten „Mit dem letzten Tropfen zum Protest!“ beschrieben.

Hamburg. Ein Korso aus rund 500 Autos ist am Samstagabend aus Protest gegen die zuletzt stark gestiegenen Preise für Benzin und Diesel durch Hamburg gefahren. Rund sechs Stunden lang soll die Fahrzeugschlange aus dem Stadtteil Allermöhe im Osten Hamburgs bis ins schleswig-holsteinische Wedel im Kreis Pinneberg unterwegs gewesen sein. Dabei kam es nach Angaben der Hamburger Polizei zum Teil zu erheblichen Verkehrsbehinderungen – insbesondere für Busse.

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Wie verschiedene Medien berichten, kam es im Bereich der Hamburger Reeperbahn zu einem massiven Polizeiaufgebot. Offenbar sollten dort feiernde Menschen daran gehindert werden, zwischen den Autos auf die Straße zu laufen. Am Zielort Wedel kam es wiederum zu Auseinandersetzungen mit alkoholisierten Jugendlichen, wie der „NDR“ und die „WELT“ berichten. Zudem sollen sich Anwohnerinnen und Anwohner über das nächtliche Hupen der Autos beschwert haben.

Teilnehmer des Autokorsos halten vor der Abfahrt Schilder mit der Aufschrift "Stoppt die Tank-Abzocke" vor ihre Autos.

Teilnehmer des Autokorsos halten vor der Abfahrt Schilder mit der Aufschrift "Stoppt die Tank-Abzocke" vor ihre Autos.

Innerhalb des Autokorsos kam es zudem zu mehreren Auffahrunfällen. Ein Sprecher der Hamburger Polizei bestätigte der „Hamburger Morgenpost“ insgesamt drei Unfälle. Unter den Teilnehmenden sollen viele insbesondere junge Männer der „Tuning“-Szene gewesen sein.

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Die Preise für Benzin und Diesel waren in den vergangenen Tagen zuletzt massiv gestiegen. Der Hauptgrund dürfte der russische Angriffskrieg in der Ukraine und seine Auswirkungen auf den Rohstoffmarkt sein. Seit Beginn des Krieges vor über zwei Wochen kam es bereits zu Preissteigerungen. Zum Anfang dieser Woche waren die Preise jedoch vom einen auf den anderen Tag teils zweistellig in die Höhe geschossen. Diesel hat sich seither um fast 65 Cent pro Liter verteuert, Benzin um rund 45 Cent.

Am Dienstagvormittag hatte zudem der saarländische Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 27. März mit einem Video für Aufsehen und Kritik gesorgt. „Das trifft jetzt nicht nur Geringverdiener, sondern die vielen fleißigen Menschen, die tanken müssen“, sagte Hans. Er nannte außerdem den Preis von 2,12 Euro für einen Liter Diesel „wirklich irre“ und forderte eine „Spritpreisbremse“ von der Bundesregierung. Der Politiker bekräftigte seine Forderungen nach Senkung der Mehrwertsteuer auf Sprit auch gegenüber dem RND.

RND/alx

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