Baby Charlie soll sterben

Am Freitag sollen die Maschinen abgestellt werden, die den kleinen Charlie am Leben halten.

Am Freitag sollen die Maschinen abgestellt werden, die den kleinen Charlie am Leben halten.

London. Connie Yates will nur, das ihr kleiner Sohn lebt – wie wohl alle Eltern. Doch der kleine Charlie ist schwer krank. Der zehn Monate alte Junge leidet an mitochondrialer Myopathie. Das ist eine seltene Erbkrankheit, die zu Muskelschwund und Hirnschäden führt. Der Junge muss künstlich beatmet werden. Ohne Hilfe kann er Arme und Beine nicht mehr bewegen. Seine Ärzte in London wollen Charlie nun in Würde sterben lassen. Die lebenserhaltenden Maßnahmen für das schwerkranke Baby Charlie sollen am Freitag eingestellt werden. Obwohl seine Eltern mit allen Mitteln dagegen gekämpft haben – bis in die letzte juristische Instanz.

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Eltern wollten Behandlung in den USA

Am Dienstag hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg eine Beschwerde der Eltern als unzulässig abgewiesen. Seine Eltern wollten Charlie für eine experimentelle Therapie in die USA bringen. Die britischen Ärzte, die den Jungen bisher behandeln, sind überzeugt, dass die Therapie nicht helfen würde, weil das Kind bereits irreparable Schäden am Gehirn erlitten habe. Seine Ärzte in London wollen Charlie in Würde sterben lassen.

Die Eltern verabschiedeten sich am Donnerstag mit einem bewegenden Facebook-Post von ihrem Sohn. „Unser Herz ist gebrochen“, schrieben sie. Die Yates wollten jede noch so kleine Chance ergreifen, um das Leben ihres Jungen zu retten. Im Internet sammelten die beiden Briten Spenden, um die Behandlung in den USA finanzieren zu können.

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Nun aber scheint Charlies Zukunft endgültig beschlossen. Mehrere Medien berichten unter Berufung auf die Eltern des zehn Monate alten britischen Jungen, dass die lebenserhaltenden Maßnahmen am Freitag eingestellt werden sollen. Die Kinderklinik Great Ormond Street Hospital in London, in der Charlie behandelt wird, wollte die Berichte unter Berufung auf die Persönlichkeitsrechte des Jungen nicht kommentieren.

Von RND/dpa

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