Berliner Polizei zeigt Lennons gestohlene Brillen

Diese Brille gehörte einst Ex-Beatle John Lennon.

Diese Brille gehörte einst Ex-Beatle John Lennon.

Berlin. In dem alten Brillenetui steckt sogar noch ein Rezept. Ausgestellt hat es 1978 ein gewisser Doktor Gary Tracy in New York. Sein Patient war einer der wohl begnadetsten Musiker der Welt: Es ist John Lennon, dem die dazugehörige Brille einst gehörte. Nun liegt sie bei der Polizei in Berlin, die die Sehhilfe zusammen mit mehr als 100 weiteren Gegenständen beschlagnahmt hat.

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Am Montag ist den Ermittlern aus der Hauptstadt ein besonderer Coup gelungen: Sie haben einen mutmaßlichen Hehler verhaftet, der sich an den gestohlenen Gegenständen aus dem Nachlass Lennons wohl bereichern wollte.

Drei Tagebücher aus den Jahren 1975, 1979 und 1980 sowie Notenblätter, zwei Nickelbrillen, ein Tonband mit dem Mitschnitt eines Beatles-Konzerts, ein Schulheft aus dem Jahr 1951 und ein Zigarettenetui gehörten zum Diebesgut, das die Polizei am Dienstag präsentierte. 86 Objekte waren im Juli bei einem insolventen Berliner Auktionshaus entdeckt worden, weitere fand die Polizei am Montag versteckt im Auto des verdächtigten Hehlers.

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Nach einem Gutachten des Auktionshauses soll der Wert der Gegenstände 3,1 Millionen Euro betragen. Wie viel Geld tatsächlich bei einem illegalen Verkauf der gestohlenen Sachen geflossen wäre, ist nach Einschätzung der Staatsanwälte und der Polizei aber völlig unklar. Die Polizei war im Sommer von dem Insolvenzverwalter des Auktionshauses, der sich über die Gegenstände gewundert hatte, informiert worden.

Yoko Ono hat die Gegenstände identifiziert

Die Berliner Staatsanwaltschaft wandte sich daraufhin an Lennons Witwe Yoko Ono, um viele Objekte anhand von Fotos bei einem Vernehmungstermin im deutschen Konsulat in New York identifizieren zu lassen. Der persönliche Bezug zu John Lennon wird auch durch ein ärztliches Rezept auf seinen Namen zu einer der beiden Brillen vom 12. Mai 1978 klar. Oder durch den letzten Tagebucheintrag vom 8. Dezember 1980, der einem Fototermin mit Annie Leibovitz betraf. An dem Tag entstand noch ein berühmtes Bild des Paares Lennon und Ono, am Abend wurde Lennon vor seinem Wohnhaus ermordet.

Mutmaßlicher Dieb ist ein Mann, der von 1995 bis 2006 als Chauffeur für Ono in New York arbeitete. Er wurde 2007 in New York zu 60 Tagen Gefängnis verurteilt, weil er heimlich Fotos in Onos Wohnung gemacht hatte. Er lebt in der Türkei und soll schon vor drei Jahren versucht haben, das Diebesgut über einen Hehler in Berlin zu verkaufen.

Von RND/iro/dpa

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