Nicht nur am „Casual Friday“

Spanischer Premier trägt keine Krawatte mehr – um Energie zu sparen

Schon in der vergangenen Woche trug er keine Krawatte: Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez.

Schon in der vergangenen Woche trug er keine Krawatte: Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez.

Madrid. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat Regierungsmitarbeiter und Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft zum Krawattenverzicht aufgerufen, um Energie zu sparen. In einer Pressekonferenz erschien der Regierungschef im Shirt. Aber nicht etwa wegen des „Casual Fridays“, also dem Brauch, vor dem Wochenende die Kleiderordnung in Firmen zu lockern oder aufzuheben, sondern: um weniger Strom zu verbrauchen.

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„Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass ich keine Krawatte trage. Das bedeutet, dass wir alle aus energetischer Sicht Einsparungen erreichen können“, sagte er. Er habe dazu auch seine Minister und weitere Mitarbeiter ermutigt. Wie der Krawattenverzicht genau beim Energiesparen helfen soll, erklärte er nicht.

Verzicht soll Nutzung von Klimaanlagen beeinflussen

Spanien ächzt sei mehr als einem Monat unter teils drückender Hitze, in Teilen des Landes kletterten die Temperaturen immer wieder über 40 Grad Celsius. Die Regierung hat die Menschen dazu aufgerufen, Strom zu sparen, indem sie nicht zu stark von Klimaanlagen Gebrauch machen.

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Steigende Energiekosten waren in Spanien in den vergangenen Monaten ein großes Thema, insbesondere seit der russischen Invasion in die Ukraine. Sánchez sagte, die Regierung werde in der kommenden Woche einen neuen Energiesparplan vorlegen. Dieser sei darauf ausgerichtet, Stromrechnungen zu verringern und die Abhängigkeit vom „Aggressor, (dem russischen Präsidenten Wladimir) Putin“, zu verringern.

Nur ein Grad kühler: Vor der Madrider Hitze floh RND-Spanienkorrespondent Martin Dahms in das kastilische Dorf Barbadillo del Mercado in die Provinz Burgos. Im Hintergrund scheint die Sierra de la Demanda auf - in der Gegend wurde die Schlussszene aus Sergio Leones Kultwestern "Zwei glorreiche Halunken" alias "The Good, the Bad and the Ugly" gedreht. Hier ist das Leben derzeit trotz ähnlich hoher Tagestemperaturen wie in Madrid deutlich erträglicher.

Nichts wie weg – Das Leben mit der „historischen“ Hitze in Madrid

Auch Spanien ächzt unter der Hitze. Der RND-Spanienkorrespondent Martin Dahms, der seit fast 30 Jahren in Madrid lebt, nennt die Hitzewelle dieses Sommers „historisch“ und ist vor ihr aufs Land geflohen. Die anstehenden zwei deutschen Hitzetage, so sagt er am Telefon, mag er trotzdem nicht geringschätzig belächeln.

Im Juni hatte Spanien wirtschaftliche Entlastungsmaßnahmen im Umfang von mehr als neun Milliarden Euro erlassen, darunter Stromsteuersenkungen und eine Einmalzahlung von 200 Euro an Menschen mit niedrigen Einkommen.

RND/AP

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