Flughafen auf Bali nimmt Betrieb wieder auf

Der internationale Flughafen auf Bali hat den Betrieb wieder aufgenommen.

Der internationale Flughafen auf Bali hat den Betrieb wieder aufgenommen.

Denpasar. Zweieinhalb Tage nachdem der internationale Flughafen auf Bali wegen eines drohenden Vulkanausbruchs geschlossen wurde, haben die indonesischen Behörden das Flugverbot aufgehoben. Die Entscheidung sei zunächst unter Vorbehalt getroffen worden, sagte ein Sprecher des Flughafens. Die aktuelle Wetterlage und die Aktivität des Mount Agnung werden weiterhin ständig beobachtet. Der Flugbetrieb wurde am Mittwoch um 15 Uhr Ortszeit wieder aufgenommen.

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Wegen der Gefahr des brodelnden Vulkans im Osten der Insel waren seit Montag alle Flüge gestrichen worden. Die Behörden riefen die höchste Alarmstufe aus. Zahlreiche Reisende konnten das Urlaubsparadies nicht mehr verlassen. Aktuell halten sich noch mehr als 5000 deutsche Touristen auf Bali auf. Ursprünglich hatten die Behörden angekündigt, dass der Airport bis Donnerstag geschlossen bleibe. Die Asche des Vulkans ist eine Gefahr für den Flugverkehr, da sie die Triebwerke der Maschinen beschädigen könnte.

Rund um den mehr als 3000 Meter hohen Vulkan gilt immer noch die höchste Alarmstufe. Das Gebiet wurde im Umkreis von zehn Kilometern zur Sperrzone erklärt und evakuiert. Rund 100.000 Anwohner wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Bislang haben aber nur etwa 30.000 in Notunterkünften Zuflucht gesucht. Viele wollen die Gegend nicht verlassen, weil sie Diebstahl und Plünderungen fürchten und ihren Besitz nicht zurücklassen wollen.

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Vulkan kommt nicht zur Ruhe

Der Vulkan zeigte auch am Mittwoch noch eine erhöhte Aktivität. Immer wieder waren kleinere Eruptionen zu hören. Ob es tatsächlich einen gewaltigen Ausbruch geben wird, können die Behörden nicht voraussagen. Schon Mitte September hatten viele Anzeichen auf eine unmittelbar bevorstehende größere Eruption hingedeutet. Dann entspannte sich die Lage zunächst aber wieder.

Der Gunung Agung („Wunderbarer Berg“), wie er in der Landessprache heißt, war zuletzt in den Jahren 1963 und 1964 ausgebrochen. Damals kamen mehr als 1100 Menschen ums Leben. Der Inselstaat Indonesien mit seinen mehr als 250 Millionen Einwohnern liegt auf dem Pazifischen Feuerring. In dem Gebiet treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander, es kommt oft zu Erdbeben und vulkanischen Eruptionen. In Indonesien gibt es insgesamt etwa 130 aktive Vulkane.

Von RND/dpa

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