Fünf deutsche Bergsteiger tödlich verunglückt

Fünf Bergsteiger einer Seilschaft sind am Sonntag ums Leben gekommen.

Fünf Bergsteiger einer Seilschaft sind am Sonntag ums Leben gekommen.

Krimml. In Österreich starben am Sonntag fünf Mitglieder einer Seilschaft am Berg Gabler nahe der Ortschaft Krimml bei Salzburg, wie der Einsatzleiter der Rettungskräfte, Martin Reichholf, sagte. Ein sechster Alpinist überlebte das Unglück in etwa 3000 Metern Höhe schwer verletzt und wurde ins Krankenhaus nach Salzburg geflogen.

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Die fünf Toten des schweren Bergunfalls sind Deutsche. Reichholf bestätigte, es sei gesichert, dass die sechs aus der Seilschaft deutsche Staatsangehörige seien.

Eine Person rutschte in einem Gletscherbereich aus und riss die anderen mit. Die Gruppe sei 200 Meter über Eis und Geröll abgestürzt. Der Hang sei etwa 40 Grad steil gewesen. Eindeutig identifiziert wurde nach dem Unfall laut Reichholf zunächst nur einer. Es handle sich um einen 34-jährigen Deutschen aus Bayern. Woher genau er kam, blieb zunächst unklar.

Fünf Menschen sind am Gabler in den österreichischen Alpen verunglückt.

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Gegen 15.40 Uhr wurde die letzte Leiche mit dem Rettungshubschrauber ins Tal gebracht. Der Einsatz gestaltete sich schwierig, da die Unfallstelle steinschlaggefährdet war.

Fünf Menschen sind am Gabler in den österreichischen Alpen verunglückt.

Fünf Menschen sind am Gabler in den österreichischen Alpen verunglückt.

Eine Gruppe von Bergsteigern, die etwa 30 bis 50 Meter hinter der verunglückten Seilschaft ging, beobachtete den Unfall demnach. Der Letzte in der Seilschaft wollte offenbar umkehren, weil ihm der Aufstieg zu riskant wurde. Die Gruppe soll zugestimmt haben und wollte umdrehen. Dabei soll der Zweite am Seil ausgerutscht sein.

„Die letzten Zwei versuchten den Sturz noch mit Pickeln zu halten, jedoch vergeblich“, schilderte Franz Gensbichler, Einsatzleiter der Bergrettung Krimml laut österreichischer Nachrichtenagentur APA.

Ein Bergführer, der im Gebiet war, sah den Absturz und alarmierte kurz nach 10 Uhr morgens die Rettungskräfte. Gegen 15.40 Uhr wurde die letzte Leiche mit dem Rettungshubschrauber ins Tal gebracht. Der Einsatz gestaltete sich schwierig, da die Unfallstelle steinschlaggefährdet war.

Weitere Alpinisten verunglücken in den italienischen Alpen

In den italienischen Südalpen starben mindestens zwei Mitglieder einer Seilschaft, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Alpinisten waren am Sonntagvormittag am Berg Presanella auf einem Gletscher unterwegs. Auf einer Höhe von etwa 3200 Meter in der norditalienischen Provinz Trentino rutschten zwei von ihnen ab und rissen die übrigen der Gruppe in die Tiefe. Neben den beiden Toten gab es Ansa zufolge sieben Verletzte, unter ihnen ein 14-jähriger Junge. Bei den Verunglückten handele es sich um zwei Familien aus dem italienischen Brescia, hieß es weiter.

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80-Jährige stürzt in den Tod

Am Samstag kam bei einer Wanderung nahe Oberstdorf eine 80-Jährige ums Leben. Sie stammte aus dem Kreis Würzburg. Sie war am Samstagmittag laut Polizei mit ihrem 82-jährigen Ehemann auf den knapp 1680 Meter hohen Besler unterwegs. Kurz vor dem Gipfel hörte der vorauslaufende Ehemann seine Frau rufen. Sie rutschte über eine Wiese auf einen steilen Abbruch zu, wo sie etwa 200 Meter in die Tiefe stürzte. Unten fand der Mann die Frau mit schweren Kopfverletzungen. An einer Almhütte alarmierte der Hüttenwirt die Bergwacht, die aber nur noch den Tod feststellen konnte.

Von RND/dpa/are

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