Fünf Tote in Garmisch-Partenkirchen

Bürgermeister wenden sich nach Zugunglück an Deutsche Bahn: Zustand der Strecke „eine Katastrophe“

Aufräumarbeiten nach dem Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen mit fünf Toten.

Aufräumarbeiten nach dem Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen mit fünf Toten.

Garmisch-Partenkirchen. Rund zwei Monate nach dem Zugunglück mit fünf Toten haben Kommunalpolitiker aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen die Situation an der Bahnstrecke scharf kritisiert. Der bauliche und technische Zustand der Werdenfelsbahn sei „eine Katastrophe“, schreiben die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen und Landrat Anton Speer (Freie Wähler) in einem Brief an die Deutsche Bahn vom Mittwoch.

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Der Schienenersatzverkehr, der wegen der noch nicht sanierten Gleise an der Unfallstelle seit gut zwei Monaten fährt, sei chaotisch und wegen vieler Leerfahrten „ein ökologischer Wahnsinn“. Die Kommunikation der Bahn sei so gut wie nicht vorhanden - und eine Verkehrswende im Landkreis so nicht erreichbar.

Politiker fordern Bahn zum Handeln auf

Es sei nicht nachvollziehbar, dass eine Bahnlinie, die als „Lebensader“ für Pendler, Schüler und Gäste diene, nicht oder nicht regelmäßig bedient und auch nur stückweise saniert werde. „Es ist endlich an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen und nicht nur durch Lippenbekenntnisse zu versuchen, die Gemüter zu beruhigen“, verlangten die Politiker und forderten die Bahn zum Handeln auf. Auch mit Blick auf das neue Schuljahr müsse nun alles für einen sicheren, zuverlässigen und zukunftsorientierten Betrieb getan werden.

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Nach dem Zugunglück von Garmisch-Partenkirchen ist noch immer unklar, wann auf der Strecke wieder Züge rollen. Auch zur Schadenshöhe äußerte sich die Bahn bisher nicht.

Vier Frauen und ein 13-Jähriger gestorben

Ein Regionalzug war am 3. Juni kurz nach der Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen Richtung München entgleist. Bei dem Unglück starben vier Frauen und ein 13-Jähriger.

RND/dpa

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