Geiselnahme von Gladbeck – das große Online-Special

Die bewaffneten Geiselnehmer Dieter Degowski (links) und Hans-Jürgen Rösner stehen am 17. August 1988 in dem in Bremen gekaperten Linienbus.

Die bewaffneten Geiselnehmer Dieter Degowski (links) und Hans-Jürgen Rösner stehen am 17. August 1988 in dem in Bremen gekaperten Linienbus.

Berlin. Auf den Tag genau jährt sich am Donnerstag ein Verbrechen, das Deutschland verändert hat: das Geiseldrama von Gladbeck. Morgens, kurz vor acht Uhr, drangen zwei bewaffnete Räuber am 16. August 1988 in eine Filiale der Deutschen Bank in Gladbeck-Rentford-Nord ein. Was mit einem Banküberfall beginnt, mündet in eine Verfolgungsjagd, bei der die Täter zahlreiche Geiseln nehmen, einen vollbesetzten Bus in ihre Gewalt bringen und 54 Stunden quer durch Deutschland und die Niederlande flüchten – live übertragen im Radio und Fernsehen.

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Gladbeck steht für drei Menschen, die bei dem Verbrechen ihr Leben lassen mussten. Aber auch für ein Totalversagen der Polizei und des Staates. Und – auch das ist wahr – für einen hemmungslosen voyeuristischen Journalismus, wie ihn das Land zuvor noch nicht erlebt hatte.

30 Jahre danach haben wir in unserem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) die Ereignisse noch einmal minutiös aufgearbeitet. Akten, Gutachten, Zeitzeugen – insgesamt 20.000 Seiten Dokumente haben RND-Reporter ausgewertet, vieles davon bislang nicht bekannt. Von Donnerstag zeigen wir die bislang größte Online-Dokumentation zum Fall Gladbeck – in Echtzeit. Sie erzählt in sechs Kapiteln jeweils auf die Minute genau 30 Jahre nach dem Geschehen das unfassbare Verbrechen.

Unsere RND-Recherchen ermöglichen einen tiefen Einblick in die Geschehnisse von damals. Der Geiselnehmer Hans-Jürgen Rösner spricht in einem Interview aus dem Gefängnis, in dem er immer noch einsitzt, über Schuld und Sühne. Geisel Ines Voitle erinnert sich und rechnet mit dem Versagen von Medien und Politik ab. Und Udo Röbel, damals Vizechef des „Kölner Express“, erzählt, warum er seinerzeit zu den Geiselgangstern ins Auto stieg.

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Welche Konsequenzen haben Polizei und Medien aus Gladbeck gezogen? Was bedeutet Medienethik in Zeiten von Social Media? Und: Könnte es ein neues Gladbeck geben? Antworten auf diese Fragen suchen wir zum Jahrestag des Verbrechens. Los geht es am Donnerstag um 7.15 Uhr unter gladbeck.rnd.de.

Von Jörg Köpke und Gordon Repinski

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