Gerettet vorm Hungertod: Dackel kämpft sich ins Leben zurück

In Brandenburg wurde eine abgemagerte Hundedame auf einem Balkon gefunden. Sie wird nun im Tierheim Havelhunde wieder aufgepäppelt.

In Brandenburg wurde eine abgemagerte Hundedame auf einem Balkon gefunden. Sie wird nun im Tierheim Havelhunde wieder aufgepäppelt.

Brandenburg/H. In Brandenburg ist es zu einem schweren Fall von Tierquälerei gekommen: Eine kleine Dackeldame wurde verhungert und komplett unterkühlt auf dem Balkon ihres Halters gefunden – dort soll der Besitzer sie tagelang hingesperrt haben, berichtet die „Märkische Allgemeine Zeitung“ (MAZ). In letzter Sekunde hatten Polizisten und Feuerwehrleute demnach das Tier vor dem sicheren Tod gerettet.

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Mittlerweile ist die Dackeldame laut „MAZ“ bei Melanie und Mathias Grüttner im Brandenburger Tierheim Havelhunde in guten Händen – sie haben sie auf den Namen Pikku getauft. „So etwas Extremes habe ich noch nie gesehen, nur noch Haut und Knochen“, sagt Mathias Grüttner der Zeitung über den anfänglichen Zustand des Tieres. Sie würden dem abgemagerten Hund nun sechsmal am Tag Fressen geben – „Nassfutter verdünnt und viele Proteine“.

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Hund frisst aus Verzweiflung seine eigenen Fäkalien

Der Hund war laut „MAZ“ nach der Rettung erst in eine Tierklinik gebracht worden, wo er behandelt wurde. Danach wurde er dann in das Tierheim gebracht. „Er muss jetzt gepäppelt werden“, sagt Amtstierarzt Knut Große der Zeitung. „Er wird es überleben.“ Er zeigt sich erschüttert über die Tierquälerei: „Es lässt sich nicht in Worte fassen, wie kann man ein Tier so lange so schlecht behandeln?“ Der Hund habe auf dem Balkon in seiner Verzweiflung seine eigenen Fäkalien gefressen – dadurch konnte er überleben.

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Nur 3,5 Kilogramm hat der Hund laut MAZ bei seinem Fund am vergangenen Samstag gewogen. Am Dienstag brachte Pikku demnach schon 3,8 Kilogramm auf die Waage. „Normal sind für einen Dackel so zwischen sechs und sieben Kilogramm“, erklärt Mathias Grüttner der Zeitung.

Ermittlungen gegen den Tierhalter

Gegen den Halter des Tieres, dessen Aufenthalt noch unbekannt ist, wird laut „MAZ“ ermittelt. Amtstierarzt Knut Große ist demnach für ein Tierhaltungsverbot für den Besitzer. „Ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz ist eine Straftat, da wird sich jetzt der Staatsanwalt drum kümmern.“

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RND/hsc

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