Giftattacke an TU Darmstadt: Wie ist der Ermittlungsstand?

Das Gebäude L201 auf dem Campus Lichtwiese der TU Darmstadt. Hier gab es nach dem mutmaßlichen Giftanschlag sieben Menschen mit Vergiftungserscheinungen.

Das Gebäude L201 auf dem Campus Lichtwiese der TU Darmstadt. Hier gab es nach dem mutmaßlichen Giftanschlag sieben Menschen mit Vergiftungserscheinungen.

Darmstadt. Knapp fünf Monate nach dem mutmaßlichen Giftanschlag an der Technischen Universität in Darmstadt gleichen die Ermittler eine Vielzahl von potenziellen Spuren und Aussagen ab. „Die Akte dürfte einschließlich Sonderbände mittlerweile weit über 3000 Seiten stark sein“, teilte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur über den Umfang der Ermittlungen mit. Die Zahl der Zeugenaussagen liege annähernd im dreistelligen Bereich.

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Diese seien mit anderen Ermittlungsergebnissen abzugleichen und nach offenen Fragen abzuklären. So sollten letztendlich der Tatablauf rekonstruiert und Hypothesen zum Täter und dem Motiv entwickelt werden, hieß es bei den Ermittlern. „Auf dieser Grundlage wird zu bewerten sein, ob die Ermittlungen einen ausreichenden Tatverdacht gegen eine bestimmte Person begründen oder nicht.“

Sieben Menschen mit Vergiftungserscheinungen in Darmstadt

Sieben Menschen hatten am 23. August Vergiftungserscheinungen gezeigt. Bei sechs der Betroffenen konnten nach Untersuchungen Schadstoffe festgestellt werden. Ein Mann befand sich vorübergehend in Lebensgefahr. Ermittelt wird wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Welche Schadstoffe festgestellt wurden, darüber schweigen die Ermittler. Es handelt sich um potenzielles Täterwissen.

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Nach den ersten Vergiftungserscheinungen war am 23. August ein Großaufgebot von Einsatzkräften auf dem Campus Lichtwiese im Einsatz. Toxische Substanzen waren im Gebäude L201 in Milchtüten und Wasserbehältern entdeckt worden.

RND/dpa

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