Großaufzug von Corona-Leugnern in Dresden von Polizei verhindert

Die Dresdner Polizei hat sich wegen möglicher Proteste von Corona-Leugnern und Kritikern der Schutzmaßnahmen auf einen größeren Einsatz vorbereitet.

Die Dresdner Polizei hat sich wegen möglicher Proteste von Corona-Leugnern und Kritikern der Schutzmaßnahmen auf einen größeren Einsatz vorbereitet.

Dresden. Mit einem starken Polizeiaufgebot ist am Samstag in Dresden ein geplanter Massenaufzug von Corona-Leugnern und Rechtsextremisten weitgehend unterbunden worden. Unterstützt von Einsatzkräften unter anderem aus Berlin zeigte die sächsische Polizei in der Dresdner Innenstadt massive Präsenz. Wasserwerfer und Räumpanzer standen bereit, ein Polizeihubschrauber kreiste über der Stadt.

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Ein zentraler Aufzug habe verhindert werden können, sagte ein Polizeisprecher am frühen Samstagabend dem Evangelischen Pressedienst (epd). Stattdessen seien kleinere Gruppen von Menschen durch die Stadt gezogen, die von der Polizei immer wieder zerstreut wurden.

Keine Übergriffe auf Polizisten und andere

Der Sprecher sprach in Summe von mehreren hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die durch die Straßen liefen oder sich am Großen Garten aufhielten. Augenzeugen schätzen die Zahl auf bis zu 800 Menschen. Es seien mindestens 50 Ordnungswidrigkeiten angezeigt worden. Übergriffe auf Polizisten und andere Personen seien nicht bekannt.

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Zu dem nichtgenehmigten Aufzug war zuvor massiv im Messengerdienst Telegram und anderen sozialen Netzwerken sachsenweit mobilisiert worden. Stadt und Polizei rechneten mit Tausenden Menschen. Die Stadt Dresden hatte deshalb in einer Allgemeinverfügung alle Versammlungen verboten, die nicht bis Freitagmittag angemeldet wurden. Laut Stadtverwaltung wurden daraufhin 98 Versammlungen angezeigt, die aber alle abgelehnt wurden.

RND/epd

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