Häftlinge legen zahlreiche Brände in Berliner Gefängnissen
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Ein Wachturm überragt die Außenmauer der JVA Tegel. Gefangene in den Berliner Haftanstalten haben in den vergangenen Jahren Dutzende Brände gelegt.
© Quelle: Maurizio Gambarini/dpa
Berlin. Gefangene in den Berliner Haftanstalten haben in den vergangenen Jahren Dutzende Brände gelegt. In einigen Fällen kam es zu großen Feuern mit einem hohen Sachschaden. Das geht aus Antworten des Senats auf zwei Anfragen der AfD hervor.
Von 2015 bis Mai 2019 brannte es demnach 54 Mal in Gefängniszellen und einigen anderen Räumen, vor allem in den Gefängnissen in Moabit und Tegel, aber auch in Plötzensee und im Berliner Gefängnis Heidering in Brandenburg. Meist handelte es sich um Brandstiftung durch die Häftlinge. In einigen Fällen waren aber auch kaputte Tauchsieder und vergessene brennende Kerzen der Grund für das Feuer.
Gefangener legt Brand in seiner Zelle – Rund 115.000 Euro Schaden
Den Brand mit dem höchsten Schaden, rund 115.000 Euro, legte ein Gefangener am 3. Februar 2018 in Tegel. Der Mann hatte sich in seiner Zelle verbarrikadiert und dort ein Feuer entfacht. Wände, Decken, Fenster, der Flur sowie alle anderen Zellen und der Rest der Station wurden verrußt. Das Löschwasser der Feuerwehr beschädigte auch die darunter liegenden Stockwerke.
Auch im Oktober 2017 legte ein Gefangener dort einen Brand in seiner Zelle. „Bei der Öffnung des Haftraums kam es zu einer Stichflamme“, berichtete der Senat. Knapp 16.000 Euro kosteten die Reparaturen. Weitere Brände in der JVA Tegel 2017 und 2018 und ein Feuer im Untersuchungsgefängnis Moabit 2016 kosteten jeweils zwischen 6000 und knapp 8000 Euro für die Reparatur.
Von RND/dpa