Imagewandel bei „Victoria’s Secret“: „Kultivierte Frauen“ statt Engel

"Victoria's Secret" möchte sich neu erfinden.

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New York. Mit „kultivierten Frauen“ wie US-Fußballstar Megan Rapinoe (35) und der indischen Schauspielerin Priyanka Chopra Jonas (38) anstelle von leicht bekleideten „Engeln“ will das krisengeplagte US-Dessous-Label „Victoria’s Secret“ sein Image aufpolieren. „Wir sind auf einem unglaublichen Weg, der größte Fürsprecher für Frauen weltweit zu werden“, sagte Firmenchef Martin Waters laut Mitteilung. Das sei eine „dramatische Veränderung“. Sie sei begeistert, einen Ort zu entwerfen, der „das echte Spektrum aller Frauen“ darstelle, wurde Rapinoe zitiert.

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Die Dessous-Marke hatte früher vor allem mit als „Engeln“ bezeichneten leicht bekleideten Models geworben, darunter beispielsweise Heidi Klum und Tyra Banks. Jahrelang waren diese teilweise mit High-Heels, glitzernder Unterwäsche und riesigen Flügeln bei einer auch im Fernsehen gezeigten Modenschau über den Laufsteg gestöckelt. Die Zuschauerzahlen waren jedoch zuletzt stark gesunken, 2019 war die von vielen als sexistisch und anti-feministische Modenschau gestrichen worden.

Martin Waters: Engel derzeit „kulturell nicht relevant“

Die auf makellose, leicht bekleidete Frauenkörper setzende „Sex Sells“-Vermarktung wurde in Zeiten von „Body Shaming“-Debatten und der „#MeToo“-Bewegung zum Stein des Anstoßes. Derzeit sehe er die Engel als „kulturell nicht relevant“, sagte Waters der „New York Times“.

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Zudem hatte die Marke mit den Nachwehen des Epstein-Skandals zu kämpfen. Demnach hatte Leslie Wexner, inzwischen abgetretener Gründer des Mutterkonzerns, enge Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter und Multimillionär Jeffrey Epstein, der sich im August 2019 im Gefängnis das Leben nahm. Außerdem gab es Berichte über Belästigungsvorwürfe gegen Manager.

Zuletzt liefen die Geschäfte von „Victoria's Secret“ wieder besser. Vor einigen Wochen kündigte der Mutterkonzern L Brands an, das Label mit rund 1400 Geschäften weltweit als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringen zu wollen.

RND/dpa

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