Erste Fälle in Hannover angekommen

Kliniken in Norddeutschland treffen Vorbereitungen für Patienten aus der Ukraine

Eine weitere Frau ist im Krankenhaus im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.

Große Krankenhäuser in Niedersachsen und Bremen bereiten sich auf die Aufnahme von Patientinnen und Patienten aus der Ukraine vor

Hannover/Göttingen/Bremen. Große Krankenhäuser in Niedersachsen und Bremen bereiten sich auf die Aufnahme von Patientinnen und Patienten aus der Ukraine vor. Bisher geht es vor allem um Einzelfälle, die über Fachgesellschaften an die deutschen Kliniken vermittelt werden. Einige betroffene Menschen sind bereits da.

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Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) betreut in ihrer Einrichtung derzeit zwei Kinder aus der Ukraine in der auf Krebserkrankungen spezialisierten Onkologie. „Wir stehen als MHH für die Behandlung von Patientinnen und Patienten aus der Ukraine bereit, insbesondere für die Fachrichtungen Kinderonkologie, Kinderchirurgie und Neurochirurgie“, sagte ein Sprecher der Klinik. Der Kontakt zu den Patienten werde direkt zwischen Krankenhäusern untereinander, über Netzwerke und Fachgesellschaften sowie über individuelle Kontakte des Ärzte- und Pflegepersonals hergestellt. Eine spezielle Vorbereitung ist demnach nicht notwendig.

Auch die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat laut eigenen Angaben angeboten, verletzte oder erkrankte Personen aus der Ukraine aufzunehmen. Der Kontakt läuft demnach auch hier über spezielle Fachgesellschaften oder über die niedersächsische Landesregierung. „Entschieden wird nach den jeweiligen Bettenkapazitäten, die bestehen oder frei gemacht werden können“, sagte ein UMG-Sprecher. Bisher wurden bereits Patienten mit Tumorerkrankungen aufgenommen, bei denen bestehende Behandlungen fortgesetzt werden. Dabei handelt es sich den Angaben nach sowohl um Erwachsene als auch um Kinder. Bisher seien das Einzelfälle.

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Der Bremer Klinikverband Gesundheit Nord (Geno) ist grundsätzlich darauf vorbereitet, Patienten aus der Ukraine aufzunehmen, wie eine Geno-Sprecherin mitteilte. Zwar seien die Kapazitäten knapp, „wenn Hilfe benötigt wird, werden wir dies aber organisieren können“, sagte die Sprecherin. Um innerhalb kurzer Zeit eine schnell steigende Zahl von Patienten versorgen zu können, würden die Krisenstäbe weiterhin aktiv bleiben. Die Strukturen wurden laut Geno ursprünglich für die Bewältigung der Corona-Pandemie eingerichtet. In den Bremer Krankenhäusern werden aktuell noch keine ukrainischen Patienten behandelt. Anfragen lägen noch nicht vor.

RND/dpa

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