Mann ersticht Lebenspartner: Haftstrafe wegen Mordes

Ein 30 Jahre alter Mann ist zu einer knapp achtjährigen Haftstrafe verurteilt worden (Symbolbild).

Ein 30 Jahre alter Mann ist zu einer knapp achtjährigen Haftstrafe verurteilt worden (Symbolbild).

Berlin. Nach tödlichen Messerstichen gegen seinen Partner ist ein 30-Jähriger zu sieben Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Berliner Landgericht sprach den geständigen Mann am Donnerstag des Mordes schuldig. Er habe das gleichaltrige Opfer im Dezember 2019 in dessen Wohnung im Stadtteil Spandau heimtückisch attackiert, begründeten die Richter. Weil der Angeklagte vermindert schuldfähig war, sei keine lebenslange Haft verhängt worden.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der Angeklagte, der die afghanische und deutsche Staatsbürgerschaft hat, wollte bei seinem aus dem Iran stammenden Freund übernachten, als es in der Nacht zum 2. Dezember 2019 zum tödlichen Angriff kam. Zuvor habe der Attackierte den Angeklagten aufgefordert, die Wohnung zu verlassen, hieß es weiter im Urteil. Als sein Partner im Bett lag und wieder einschlafen wollte, habe der Angeklagte aus der Küche ein Messer geholt. Das Opfer sei völlig arg- und wehrlos gewesen.

Täter stellte sich der Polizei

Kurz nach dem Verbrechen war der nicht vorbestrafte Angeklagte nach München gefahren und hatte sich dort der Polizei gestellt. Im Prozess erklärte er, in der einjährigen Beziehung habe er sich ausgenutzt und schikaniert gefühlt. Der Freund habe ihn mit anderen Männern betrogen und immer wieder geschlagen. Kurz vor der Tat habe sich der Partner im Schlaf gestört gefühlt und erklärt, die Beziehung sei zu Ende. Aus Wut habe er ein Messer aus der Küche geholt und mehrfach zugestochen. Die Tat sei aber nicht geplant gewesen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Eine psychiatrische Gutachterin hatte erklärt, der Angeklagte sei unter anderem wegen einer schweren Störung der Persönlichkeit in seiner Steuerungsfähigkeit erheblich eingeschränkt gewesen. Der Staatsanwalt hatte eine Strafe von neuneinhalb Jahren Haft gefordert. Der Verteidiger plädierte auf fünf Jahre Gefängnis.

RND/dpa

Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken