Mehr als 15 500 Kinder Opfer von Kriegen

Die Zahl der in Afghanistan getöteten und verletzten Kinder stieg um 24 Prozent.

Die Zahl der in Afghanistan getöteten und verletzten Kinder stieg um 24 Prozent.

New York. Mehr als 15 500 Kinder sind einem UN-Bericht zufolge im vergangenen Jahr Kriegen und bewaffneten Konflikten zum Opfer gefallen. 8000 von ihnen wurden dabei getötet oder verstümmelt. Das teilten die UN am Donnerstag in New York mit.

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UN-Generalsekretär António Guterres äußerte sich geschockt über die Ergebnisse des Jahresberichts über Kinder in bewaffneten Konflikten. Die Kriegsparteien müssten die Heranwachsenden schonen und dürften sie nicht in die Kämpfe hineinziehen, verlangte Guterres.

„Das tragische Schicksal der Kinder, die Konflikten zum Opfer fallen, kann und darf uns nicht unberührt lassen“, betonte auch Virginia Gamba, Uno-Beauftragte für Kinder und bewaffnete Konflikte in New York. Jedes Kind, das getötet, als Soldat rekrutiert, bei einem Angriff verletzt oder davon abgehalten wird, zur Schule zu gehen, sei eines zu viel.

Besonders gravierend war die Situation dem Bericht zufolge in Afghanistan: Dort wurden im vorigen Jahr 3512 Kinder getötet oder verletzt. Damit sei die Zahl der Opfer im Vergleich zu 2015 um 24 Prozent angestiegen. Im Jemen wurden 2016 mindestens 1340 Mädchen und Jungen getötet oder verletzt, in Syrien waren es 1299. Auch bei Konflikten in der Demokratische Republik Kongo, dem Irak, Somalia und dem Südsudan fielen zahlreiche Kinder der Gewalt zum Opfer.

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Die UN-Experten verglichen in ihrem Bericht die Lage von Kindern in 20 Ländern. Auf einer „schwarzen Liste“ nennen die UN 62 verantwortliche Organisationen wie die nigerianische Terrorgruppe Boko Haram, die somalische Miliz Al-Shabaab oder die Taliban.

Von RND/dpa/epd

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