Überfahrt trotz starker Winde und Wellengang

Mindestens 21 Tote bei Schiffsunglücken von Migrantenbooten in Griechenland

Behörden und Anwohner retten einen Migranten während einer groß angelegten Rettungsaktion auf der Insel Kythira, etwa 225 Kilometer (140 Meilen) südlich von Athen. Die Operation findet vor einer südgriechischen Insel statt, wo ein Segelboot mit bis zu 100 Migranten an Bord bei starkem Wind gesunken ist. Die Küstenwache teilte mit, dass ihre Schiffe, private Boote und ein Rettungshubschrauber an dem Einsatz vor der Küste der Insel Kythira beteiligt sind.

Behörden und Anwohner retten einen Migranten während einer groß angelegten Rettungsaktion auf der Insel Kythira, etwa 225 Kilometer (140 Meilen) südlich von Athen. Die Operation findet vor einer südgriechischen Insel statt, wo ein Segelboot mit bis zu 100 Migranten an Bord bei starkem Wind gesunken ist. Die Küstenwache teilte mit, dass ihre Schiffe, private Boote und ein Rettungshubschrauber an dem Einsatz vor der Küste der Insel Kythira beteiligt sind.

Athen. Bei der Havarie von zwei Flüchtlingsbooten sind nach Angaben der griechischen Küstenwache mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Die Küstenwache der Insel Lesbos teilte am Donnerstag mit, nach dem Untergang eines Schlauchboots mit rund 40 Menschen an Bord seien 17 Leichen aus dem Wasser geborgen worden. Bei den Opfern handele es sich um 16 junge Frauen aus Afrika und einen jungen Mann. Zehn Frauen seien gerettet worden, hieß es. Nach 13 Vermissten werde gesucht.

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„Die geretteten Frauen waren vollständig von einer Panik erfasst, daher versuchen wir noch herauszufinden, was passiert ist“, sagte Nikos Kokkalas von der Küstenwache dem griechischen Fernsehen. Man hoffe, dass es weitere Überlebende an Land geschafft hätten.

Dramatisch verlief die Nacht auch auf der Insel Kythira im Süden der Halbinsel Peloponnes. Dort war am Mittwochabend bei starkem Wind ein Segelboot mit rund 95 Migranten auf eine felsige Steilküste geprallt und auseinandergebrochen. Bis zum Morgen wurden zwei Menschen tot geborgen. Rettungskräften und Einwohnern gelang es, 80 weitere in Sicherheit zu bringen. Videoaufnahmen zeigten, wie die verzweifelten Menschen versuchten, die Steilwand hinaufzuklettern. Auch in diesem Fall dauerte der Bergungseinsatz am Donnerstag noch an.

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Zeugin berichtet: „Es war ein unfassbarer Anblick“

Martha Stathaki, eine Inselbewohnerin, berichtete von dramatischen Szenen. „Wir konnten sehen, wie das Boot gegen die Klippen krachte und Menschen an diesen Klippen hochkletterten, um zu versuchen sich zu retten. Es war ein unfassbarer Anblick“, schilderte Stathaki der Nachrichtenagentur AP. „Alle Bewohner hier sind zum Hafen runtergegangen, um zu helfen.“ Nach Angaben der Küstenwache waren auch Schiffe, Privatboote und ein Rettungshelikopter am Einsatz beteiligt.

Feuerwehrleute ließen Seile herunter, damit Migranten an Klippen am Meeresufer hochklettern konnten. Lokalbeamte teilten mit, eine Schule in der Gegend werde geöffnet und Geretteten als Notunterkunft bereitgestellt. Für Donnerstag wurde auch die Ankunft von Tauchern der Marine erwartet.

Griechenland: Tote und Vermisste nach Unglücken mit Flüchtlingsbooten

Mindestens 18 Menschen starben, Dutzende gelten als vermisst.

Vielerorts in der Ägäis herrschen aktuell für die Jahreszeit typische starke Winde und Wellengang. Dennoch versuchten Migranten zuletzt wieder verstärkt, von der türkischen Westküste und Ländern im Nahen Osten nach Griechenland oder sogar direkt nach Süditalien zu gelangen. Die Boote sind meist heillos überfüllt und in schlechtem Zustand, immer wieder kommt es zu schweren Unglücken. Kythera liegt rund 400 Kilometer westlich von der Türkei und auf einer Route, die Schleuser oft nutzen, um Griechenland zu umgehen und direkt Kurs auf Italien nehmen zu können.

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RND/AP/dpa

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