Mutmaßlicher Mörder von Joggerin Carolin G. gefasst

Kerzen stehen in Endingen am Stadtbrunnen und sollen an die ermordetet Joggerin Carolin G. erinnern.

Kerzen stehen in Endingen am Stadtbrunnen und sollen an die ermordetet Joggerin Carolin G. erinnern.

Endingen. Es war ein grausamer Mord, der sich Ende des vergangenen Jahres im baden-württembergischen Endingen zutrug. Carolin G. wurde am 6. November nach dem Joggen als vermisst gemeldet – am 10. November fand die Polizei im Rahmen einer großangelegten Suchaktion die Leiche der 27-Jährigen. Die anschließende gerichtsmedizinische Untersuchung ergab: Die junge Frau wurde Opfer eines Sexualverbrechens.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Laut übereinstimmenden Medieninformationen soll nun der mutmaßliche Täter festgenommen worden sein. Wie die Bild berichtet, soll es sich um einen rumänischstämmigen Fernfahrer handeln, der im Raum Freiburg arbeitet. Die Ermittler hatten im April das Phantombild eines Mannes veröffentlicht. Die Zeichnung wurde nach der Aussage einer Zeugin erstellt. Die Frau hatte den Unbekannten am Tag des Mordes in der Nähe des Tatorts gesehen. Dieser Mann soll Anfang November 2016 die 27-Jährige sowie im Januar 2014 in Kufstein in Österreich eine 20 Jahre alte Studentin ermordet haben. An beiden Orten wurden identische Körperspuren gefunden. Beide Opfer waren den Angaben zufolge sexuell missbraucht und erschlagen worden. Die Familie von Carolin G. sei bereits über die Festnahme eines möglichen Täters informiert worden sein, heißt es in der Badischen Zeitung.

Pressekonferenz am Sonnabend

Erst am Donnerstag hatte die Polizei vermeldet, dass sie ihre Sonderkommission in eine kleinere Ermittlungsgruppe umgewandelt hat. Nach zuletzt 20 Beamten arbeiteten jetzt noch zehn Polizisten an dem Fall. „Den Ermittlern ist es in den zurückliegenden Monaten zwar gelungen, einen konkreten Tatzusammenhang zwischen den beiden Tötungsdelikten in Kufstein und Endingen herzustellen - allerdings besteht derzeit kein dringender Tatverdacht gegen eine bestimmte Person“, hatte es in der Pressemitteilung vom Donnerstag geheißen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Rund drei Wochen vor der Tat in Endingen war in Freiburg eine Studentin vergewaltigt und getötet worden. In diesem Fall sitzt ein junger Flüchtling in Untersuchungshaft, der Prozess gegen ihn vor der Jugendkammer des Landgerichts Freiburg beginnt den Angaben zufolge voraussichtlich Anfang September. Für die Morde in Endingen und Kufstein kommt er den Ermittlern zufolge als Täter nicht infrage.

Die „Sonderkommission Erle“ hat für Sonnabend zu einer Pressekonferenz geladen. Dann soll es weitere Details zum Festgenommenen geben.

Von fw/RND/dpa

Mehr aus Panorama

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken