Nach Terroranschlag: Einnahmen bei “Kiez-Döner” in Halle eingebrochen

Izzet Cagac, der ehemalige Betreiber des Imbisses "Kiez-Döner" in Halle.

Izzet Cagac, der ehemalige Betreiber des Imbisses "Kiez-Döner" in Halle.

Halle. Der vom Terroranschlag von Halle betroffene Imbiss "Kiez-Döner" kämpft mit wirtschaftlichen Problemen. Die Einnahmen seien massiv eingebrochen, der Imbiss habe seit dem Anschlag nur noch ein Drittel des vorher üblichen Umsatzes gemacht, sagte der ehemalige Betreiber Izzet Cagac der Deutschen Presse-Agentur. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass es ein neues Loch in der Scheibe des Imbiss gibt. Die Polizei sprach in diesem Zusammenhang davon, dass das Loch den Eindruck erwecke, durch eine Schusswaffe entstanden zu sein.

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"Noch kämpfen wir um den Laden", sagte Cagac. Er finanziere das Geschäft derzeit mit eigenen Mitteln, obwohl ihm der Laden offiziell nicht mehr gehört. "Aber wie lange ich das aushalte, weiß ich noch nicht." Ein bis zwei Wochen denke er voraussichtlich noch über die Entscheidung nach. "Ich möchte damit abschließen", sagte Cagac.

"Kiez-Döner" war zweiter Tatort des Terroranschlags

Der "Kiez-Döner" war am 9. Oktober vorigen Jahres in der Nähe der Synagoge der Jüdischen Gemeinde Halle zum zweiten Tatort eines Terroranschlags geworden. Der Täter beschoss den Laden und tötete einen 20 Jahre alten Gast. Zuvor hatte er vergeblich versucht, in die Synagoge zu gelangen. Darin hatten sich viele Gläubige versammelt, um den höchsten jüdischen Feiertag, Jom Kippur, zu feiern. Nach einer 40-tägigen Trauerzeit hatte Cagac das Geschäft jenen Mitarbeitern geschenkt, die zur Tatzeit im Laden Dienst hatten.

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RND/dpa

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