Zugunglück in Bayern mit vier Toten

Weitere Todesopfer unter Trümmern vermutet, Bergungsarbeiten gehen weiter

Einsatz- und Rettungskräfte sind nach dem schweren Zugunglück im Einsatz

Einsatz- und Rettungskräfte sind nach dem schweren Zugunglück im Einsatz

Garmisch-Partenkirchen. Nach dem schweren Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen mit mindestens fünf Toten gehen am Samstag die Ermittlungen und Bergungsarbeiten an der Unfallstelle weiter. Dort waren am Freitagmittag mehrere Waggons der Regionalbahn auf dem Weg nach München im Ortsteil Burgrain entgleist. Mehrere Doppelstock-Wagen des Zugs kippten um, rutschen eine Böschung hinab und bleiben direkt neben einer Bundesstraße liegen. Die Ursache des Unglücks war auch am Tag danach noch unklar. Die Polizei teilte am Samstagmittag in einer Pressekonferenz mit, dass noch immer Personen vermisst werden.

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Von den etwa 140 Menschen im Zug starben mindestens fünf. Zudem gab es etwa 40 Verletzte, darunter mehrere Kinder. Einige Opfer erlitten schwerste Verletzungen und mussten notoperiert werden. Es war eines der schwersten Bahnunglücke der vergangenen Jahre in Deutschland.

Schweres Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen: Mehrere Tote und 30 Verletzte

Den Angaben zufolge war der vollbesetzte Zug von Garmisch in Richtung München unterwegs, als er bei Burgrain aus noch unbekannter Ursache entgleiste.

Polizei geht von langen Ermittlungen aus

Am Samstag wurde ein weiteres Opfer unter den Trümmern geborgen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) schloss davor nicht aus, dass unter den umgestürzten Waggons noch weitere Leichen entdeckt werden könnten. Herrmann machte sich am Freitagnachmittag vor Ort in Oberbayern ein Bild der Lage und sagte dem Bayerischen Rundfunk am Abend, dass noch mehrere Menschen als vermisst gelten. Es könne sich aber auch um die Schwerverletzten in den Kliniken handeln, dies müsse die Polizei noch ermitteln.

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Neben der Bergung der Opfer und Versorgung der Verletzten stehen nun die Untersuchungen zur Unglücksursache im Mittelpunkt. Man stelle sich auf „langwierige Ermittlungen“ ein, sagte ein Polizeisprecher.

04.06.2022, Bayern, Garmisch-Partenkirchen: Einsatz- und Rettungskräfte sind nach einem schweren Zugunglück im Einsatz. Bei einem schweren Zugunglück sind in Garmisch-Partenkirchen mehrere Menschen ums Leben gekommen. Ein Regionalexpress entgleiste in der beliebten oberbayerischen Urlaubsregion auf dem Weg von Garmisch nach München. Foto: Angelika Warmuth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

04.06.2022, Bayern, Garmisch-Partenkirchen: Einsatz- und Rettungskräfte sind nach einem schweren Zugunglück im Einsatz. Bei einem schweren Zugunglück sind in Garmisch-Partenkirchen mehrere Menschen ums Leben gekommen. Ein Regionalexpress entgleiste in der beliebten oberbayerischen Urlaubsregion auf dem Weg von Garmisch nach München. Foto: Angelika Warmuth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Laut Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) waren am Unglück weder ein zweiter Zug noch ein anderes Fahrzeug beteiligt. Im Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, radioWelt) ergänzte Bernreiter, man müsse „davon ausgehen, dass irgendeine technische Ursache entweder am Fahrzeug oder am Gleis die Ursache“ sei. Die Strecke war nach Angaben eines Bahnsprechers mit elektronischen Stellwerken und moderner Sicherungstechnik ausgerüstet.

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Kardinal Marx: „Schockiert und traurig“

Das Landratsamt in Garmisch-Partenkirchen kündigte an, dass bis zum Ende der Bergungsarbeiten voraussichtlich Mitte nächster Woche auch der Autoverkehr in der Region von Behinderungen betroffen sein werde. So soll weiterhin der Verkehr von der Autobahn 95 großräumig umgeleitet werden, die Fernstraße bleibt in Richtung Süden gesperrt.

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Münchens Kardinal Reinhard Marx sagte am Freitagabend, er sei „schockiert und traurig, dass bei diesem schlimmen Unfall Menschen aus der Mitte des Lebens gerissen, getötet oder teilweise schwer verletzt wurden“. Der Verlust, den die Angehörigen der Verstorbenen zu erleiden hätten, sei „schwer erträglich und mit Worten nicht begreifbar zu machen“.

RND/dpa

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