Polizei: Im Sommer 2020 bisher deutlich weniger Unfalltote am Wasser

06.08.2018, Mecklenburg-Vorpommern, Thelkow: Polizisten stehen am Ufer des Sees, in dem Taucher der Bereitschaftspolizei kurz zuvor einen vermissten siebenjährigen Jungen leblos fanden. (Archivbild)

06.08.2018, Mecklenburg-Vorpommern, Thelkow: Polizisten stehen am Ufer des Sees, in dem Taucher der Bereitschaftspolizei kurz zuvor einen vermissten siebenjährigen Jungen leblos fanden. (Archivbild)

Rostock. Das wechselhafte Sommerwetter spiegelt sich in Mecklenburg-Vorpommern auch in weniger Bade- und anderen Unfällen am Wasser wider. So mussten Helfer und Polizei in der Badesaison 2020 bisher vier Menschen tot aus Seen und der Ostsee bergen, wie Robert Stahlberg als Sprecher der Wasserschutzpolizei im Nordosten sagte. Dabei gab es nur einen Todesfall beim klassischen Baden: Eine 53-jährige Frau konnte Ende Juni in Krakow am See (Landkreis Rostock) nicht mehr lebend aus einem See geborgen werden.

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Bis Ende Juli des Vorjahres waren bereits 14 Tote bei Badeunfällen gezählt worden, im gesamten Sommer 18 Badetote. Im Hitzesommer 2018 hatte die Polizei für die Badesaison 25 Tote bei Badeunfällen registriert. Im deutlich kühleren Jahr 2017 gab es elf Badetote.

Eine Rolle spielt das Wetter

"Das Wetter dürfte 2020 einen deutlichen Einfluss haben", sagte Stahlberg. Die Menschen gingen nicht so überhitzt in die Fluten wie in den Vorjahren. So war es bei Lufttemperaturen um 20 Grad an manchen Tagen "draußen genauso warm wie im Wasser."

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Für viel Aufsehen hatte am 1. Juli der Tod eines 32-jährigen Mannes in der Ostsee vor Ahrenshoop gesorgt. Der Einheimische hatte zwei Kinder aus der starken Strömung gerettet, in die sie vor einer Steinbarriere am Hochufer geraten waren. Danach war der Retter selbst nicht mehr aus der Strömung herausgekommen.

Schwere Unfälle auf dem Wasser

Zudem beschäftigten zwei Todesfälle, die nichts mit Baden zu tun hatten, die Wasserschutzpolizei. So wurde Mitte Juli ein 52 Jahre alter Fischer tot aus dem Achterwasser der Insel Usedom geborgen. Er war aus dem Boot gefallen. Ende Juni war ein 45-Jähriger bekleidet, aber tot aus dem Petersdorfer See geborgen worden. In beiden Fällen konnten die genauen Umstände noch nicht aufgeklärt werden.

Mit schweren Verletzungen überstand ein 45 Jahre alter Schwimmer Ende Juni auf dem Tollensesee bei Neubrandenburg den Zusammenstoß mit der Schiffsschraube eines Motorbootes - ihm wurde der Arm abgetrennt. In dem Fall ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung gegen den Bootsführer.

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RND/dpa

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