Prozess gegen Reemtsma-Entführer Thomas Drach startet - Anwälte sehen nur „vage Indizien“

Der Eingang zum Landgericht und Amtsgericht auf dem Gelände des Justizzentrum Köln Luxemburger Straße. Für den Prozess gegen den früheren Reemtsma-Entführer Th. Drach hat das Gericht 53 Verhandlungstage bis Ende September angesetzt. Der Prozess startet unter strengen Sicherheitsvorkehrungen am 01.02.2022.

Der Eingang zum Landgericht und Amtsgericht auf dem Gelände des Justizzentrum Köln Luxemburger Straße. Für den Prozess gegen den früheren Reemtsma-Entführer Th. Drach hat das Gericht 53 Verhandlungstage bis Ende September angesetzt. Der Prozess startet unter strengen Sicherheitsvorkehrungen am 01.02.2022.

Köln. Der frühere Reemtsma-Entführer Thomas Drach ist am Dienstagmorgen zum ersten Prozesstag im Landgericht Köln eingetroffen. Er wurde in einer Kolonne von drei schwarzen Wagen mit Blaulicht in das Gerichtsgebäude gefahren. Dort ist er wegen vier Überfällen auf Geldtransporter angeklagt.

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Drachs Anwälte sehen bislang keine Beweislage, die zu einer Verurteilung des 61-Jährigen im Prozess gegen ihn am Kölner Landgericht führen könnte. „Es gibt gar keine Beweissituation, die eine Verurteilung rechtfertigen könnte“, sagte sein Anwalt Andreas Kerkhof am Dienstagmorgen vor dem Start des Verfahrens. „Es gibt ein paar vage Indizien, mehr aber auch nicht.“ Er komme in der Erwartung, dass Drach das Gericht am Ende des Prozesses als freier Mann verlassen könne. In dem ganzen Fall liege eine Vorverurteilung vor. „Hätte der Mandant einen anderen Lebenslauf, müsste er sich hier nicht verantworten“, sagte Kerkhof.

Bei den Überfällen 2018 und 2019 in Köln, Frankfurt am Main und Limburg sollen Drach und ein Mitangeklagter insgesamt mehr als 230.000 Euro erbeutet haben. Bei zwei der Taten soll Drach jeweils auf einen Sicherheitsmitarbeiter geschossen haben - die beiden Männer erlitten schwere Verletzungen. Drach bestreitet die Vorwürfe. 1996 hatte er den Erben der Hamburger Tabak-Dynastie Reemtsma, Jan Philipp Reemtsma, entführt und ihn später gegen Lösegeld wieder freigelassen.

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RND/dpa

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