Sandy-Hook-Schulmassaker: Opferfamilien bekommen Millionen von Waffenhersteller

Eine Frau legt Blumen an der Sandy-Hook-Schule im US-Bundesstaat Connecticut nieder. (Archivfoto)

Eine Frau legt Blumen an der Sandy-Hook-Schule im US-Bundesstaat Connecticut nieder. (Archivfoto)

Washington. Mehr als neun Jahre nach dem Massaker an der Sandy-Hook-Schule im US-Bundesstaat Connecticut haben sich mehrere Opferfamilien und der Waffenhersteller Remington auf einen Vergleich geeinigt. „Die Kläger in diesem Verfahren geben hiermit bekannt, dass eine Vergleichsvereinbarung zwischen den Parteien geschlossen worden ist“, hieß es in einem Gerichtsdokument vom Dienstag. Die neun Familien, die gegen Remington vor Gericht zogen, erhielten 73 Millionen Dollar (64 Millionen Euro), sagte ihr Anwalt Josh Koskoff. Diese Summe sei wegen der Insolvenz Remingtons der maximal mögliche Betrag und werde von den Versicherungen des Unternehmens aufgebracht.

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Nicole Hockley, deren sechsjähriger Sohn Dylan bei dem Massaker getötet wurde, sagte bei einer Pressekonferenz: „Unser Albtraum ist derselbe wie der von viel zu vielen Familien. (...) Niemand möchte das erleben, was wir jeden Tag durchmachen müssen.“ Nach der Ermordung ihres Sohnes habe sie versprochen, alles zu tun, um Massaker wie jenes in Sandy Hook zu verhindern, „das unsere Familie zerstört hat. Diese Klage war Teil dieses Versprechens.“

Ein 20-Jähriger mit schweren psychischen Problemen hatte im Dezember 2012 in Newton in Connecticut zunächst seine Mutter erschossen. Dann war er in seine einstige Grundschule, die Sandy Hook Elementary School, gegangen. Dort ermordete er 20 Schulkinder und sechs Lehrer. Anschließend tötete er sich selbst. Bei dem Massaker in der Schule nutzte der Täter ein Bushmaster-Schnellfeuergewehr von Remington. Mehrere Opferfamilien hatten Remington danach verklagt.

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RND/dpa

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