„Ich spreche nie mit jemandem über meine Familie“

Sanktionen gegen Putins Töchter: Wer sind Marija Worontsowa und Katerina Tichonowa?

Auch wenn Putin aktuell der am meisten besprochene Mann der Welt ist, ist über sein Privatleben und seine Familie nur wenig bekannt.

Auch wenn Putin aktuell der am meisten besprochene Mann der Welt ist, ist über sein Privatleben und seine Familie nur wenig bekannt.

Um die Kinder des russischen Präsidenten Wladimir Putin gibt es viele Gerüchte. Das liegt auch daran, dass es ihr Vater strikt ablehnt, Fragen über sie und sein Privatleben zu beantworten. „Ich spreche nie mit jemandem über meine Familie“, sagte Putin 2015 auf einer Pressekonferenz. Nun rücken die beiden Töchter unfreiwillig ins Interesse der Öffentlichkeit: Denn nach den USA haben auch die EU und Großbritannien wegen des Krieges Russlands gegen die Ukraine Sanktionen gegen die erwachsenen Kinder des russischen Präsidenten verhängt.

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Wie am Freitag aus EU-Kreisen verlautete, sind im neuen Sanktionspaket der Europäischen Union Marija Worontsowa und Katerina Tichonowa auf der Liste von Personen aufgeführt, deren Vermögen eingefroren wird und für die ein Einreiseverbot gilt. Veröffentlicht wurde die aktualisierte Liste zunächst nicht. Auch die britische Regierung teilte am Freitag mit, gegen Tichonowa und Worontsowa sei ein Einreiseverbot verhängt worden, zudem werde ihr Vermögen eingefroren.

Viele Gerüchte, wenig Bestätigung

Womit die beiden Töchter genau ihr Geld verdienen, wo sie wohnen und andere private Informationen wurden vom Kreml nie offiziell bestätigt. Blickt man allerdings auf im Internet veröffentlichte Fotos, übereinstimmende Medienberichte und gelegentliche öffentliche Äußerungen ihrer Vertrauten, entsteht ein verschwommenes Bild der beiden.

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Nach Spekulationen darüber, dass seine Töchter im Ausland studiert haben sollen und dort auch leben, sprach Putin das erste Mal im Jahr 2015 während einer Pressekonferenz über sie. Er stellte klar: „Meine Töchter leben in Russland und haben nur in Russland studiert. Ich bin stolz auf sie.“ Weiter sagte Putin: „Jeder Mensch hat ein Recht auf sein Schicksal, er lebt sein eigenes Leben und tut es in Würde.“ Eine Erklärung dafür, dass die beiden fernab der Augen der Welt aufwachsen konnten.

Das war ihre Kindheit

Maria Woronzowa und Katerina Tichonowa stammen aus Putins Ehe mit Ljudmila Putina, von der er sich offiziell im Jahr 2014 scheiden ließ. Die Scheidung damals machte das russische Oberhaupt zum ersten Kremlchef in 300 Jahren, der sich von seiner Ehefrau trennte.

Zu Putins Zeit als KGB-Agent in Deutschland von 1986 bis 1990 lebten er, seine Ehefrau und ihre 1985 geborene Tochter Maria in Deutschland. Die jüngere der Putin-Töchter, Katerina, soll am 31. August 1986 in Dresden geboren worden sein. Vielleicht auch deshalb sollen seine Kinder akzentfrei Deutsch sprechen. Belegt ist in diesem Zusammenhang allerdings nur, dass sie mehrere Sprachen beherrschen – nicht, welche: „Sie sprechen drei europäische Fremdsprachen fließend“, sagte Putin.

Nach übereinstimmenden Medienberichten soll Maria Woronzowa außerdem mehrere Schulen besucht und Biologie und Medizin studiert haben. Laut der Nachrichtenagentur New TR News Agency war sie mit dem Geschäftsmann Jorrit Faassen verheiratet, von dem sie aber mittlerweile geschieden sein soll. Unbestätigt ist die Information, dass die Tochter Putins mit Milliardensummen vom Kreml finanzierte Programme zu Genforschung leitet.

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Die zweite Tochter: Katerina Tichonowa

Putins zweite Tochter Katerina Tichonowa trat vor allem wegen ihrer Leidenschaft für Rock ‘n‘ Roll in die Öffentlichkeit. Im Internet finden sich Bilder der vermeintlichen Präsidententochter bei der Teilnahme an Wettbewerben – unter anderem bei der „World Cup Rock ‘n‘ Roll Acrobatic Competition“ im polnischen Krakau im Jahr 2014.

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Die Nachrichtenagentur Reuters bestätigt, dass eine Kollegin von ihr die Frau auf dem Foto als Putins Tochter identifiziert. Im September 2020 soll sie sich außerdem im Rahmen der Corona-Pandemie freiwillig mit dem in Russland hergestellten Impfstoff Sputnik V geimpft haben lassen. Heute soll sie nach Recherchen der russischen Mediengruppe RBC einen einflussreichen Posten an Moskaus Staatsuniversität bekleiden.

RND/lka/mit AP

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