So riegelt Berlin den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz ab

Hundert solcher Gitterkörbe sollen den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin schützen.

Hundert solcher Gitterkörbe sollen den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin schützen.

Berlin. Zwei Jahre nach dem Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche wird der Breitscheidplatz mit schweren Sperren abgeriegelt. Seit Montag bauen Arbeiter an den Längsseiten des Breitscheidplatzes mehr als hundert quadratische Gitterkörbe auf und verschrauben sie miteinander zu einer langen Reihe. In die Körbe kommen mit Sand gefüllte Kunststofftaschen. Die Längsseiten und Fußgängerzugänge wurden bereits mit extra Pollern versperrt.

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Diese Kombination aus verschiedenen Absperrungen soll laut Senat einen in Deutschland bislang „einzigartigen Zufahrtsschutz“ gegen Terroranschläge mit bis zu 40 Tonnen schweren Lastwagen bieten. Der Berliner „Kurier“ schrieb von einer „Glühweinfestung“.

Mit Sandsäcken gefüllte Eisenkörbe sichern die Eisenmauer am Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz.

Mit Sandsäcken gefüllte Eisenkörbe sichern die Eisenmauer am Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz.

Der Aufbau der Sperren begann auf der Budapester Straße, auf der nördlichen Seite des Platzes. Die rechte Fahrspur Richtung Schöneberg ist durch die Absperrungen blockiert, die linke Spur darf nur von Bussen benutzt werden. Der Autoverkehr ist bis Januar untersagt. Der Aufbau auf der Tauentzienstraße auf der südlichen Seite ist für die zweite Wochenhälfte geplant.

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Maßnahmen kosten mehr als 2,5 Millionen Euro

Die Sperrelemente und ihr Auf- und Abbau kosten das Land mehr als 2,5 Millionen Euro. Die Metallpoller und Betonsockel sollen in Zukunft wiederverwendet werden. Der Weihnachtsmarkt öffnet am kommenden Montagmorgen (26. November). Am Nachmittag gibt es einen offiziellen Eröffnungstermin mit einem Rundgang des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) und Budenbetreibern.

Während der nächsten Wochen gelten erhöhte Sicherheitsbestimmungen. Dazu gehören ein verstärkter Wachdienst durch private Wachleute sowie mehr Streifen uniformierter Polizisten und Kriminalpolizisten in Zivil. Die Polizei will außerdem die ganze Zeit mit einem Infomobil vertreten sein.

Am 19. Dezember, dem zweiten Jahrestag des islamistischen Terroranschlags mit einem Lastwagen, ist eine Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung geplant. Außerdem gibt es eine Gedenkminute für die 12 getöteten und mehr als 70 verletzten Opfer des Terroranschlags. Am Abend findet ein Gottesdienst statt.

Von RND/dpa

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